13:58 09 April 2020
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    Kampf gegen den IS (813)
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    Der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım hat sich mit den Zusagen der USA und des Irak bezüglich einer Nichtteilnahme der schiitischen Volkswehr und der in der Türkei als Terrororganisation eingestuften Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) an dem Befreiungseinsatz in Mossul nicht zufriedengegeben. Er versprach, im Notfall Maßnahmen zu ergreifen.

    Die Türkei könne die Lage im Irak angesichts der 350 Kilometer langen Grenze zu diesem Land nicht gleichgültig wahrnehmen, und „vor dem Hintergrund der Massenmorde, einer eventuellen Flüchtlingswelle und den Zusammenstößen an der Grenze" nicht tatenlos sein, sagte Yildirim dem TV-Sender NTV.

    „Im Notfall werden wir Maßnahmen ergreifen. Wir sind dazu bereit, da die Versprechungen der USA und des Irak, dass die schiitische Volkswehr und die Arbeiterpartei Kurdistans nicht an der Militäroperation in Mossul teilnehmen werden, uns nicht zufriedenstellen", sagte er.

    Es gehe zwar nicht um eine Teilnahme der türkischen Truppen an der Bodenoperation in Mossul, so Yildirim, die türkische Luftwaffe sei aber zu Lufteinsätzen bereit.

    Zuvor hatte der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi bei einem Gespräch mit US-Verteidigungsminister Ashton Carter am Samstag die mögliche Teilnahme türkischer Soldaten an dem Militäreinsatz gegen die Terrormiliz Daesh (Islamischer Staat, IS) in der Stadt Mossul strikt abgelehnt.

    Vor einer Woche hatte al-Abadi in einer TV-Ansprache den Beginn der Militäroperation zur Befreiung von Mossul von den Kräften der Terrormiliz Daesh angekündigt. Die irakische Armee und Sicherheitskräfte sowie kurdische Milizen starteten unter Beistand der Luftwaffe der US-geführten Koalition eine Offensive auf Mossul.

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    Tags:
    Kurden, Terrormiliz Daesh, Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Binali Yildirim, Mossul, Türkei, Irak, USA