14:38 21 Juni 2018
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    FP: US-Experte schlägt Tötung von Syriens Präsident Assad vor

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    Situation in Syrien (2016) (852)
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    Ein US-Experte hat bei einem geschlossenen Briefing im Kongress vorgeschlagen, die Syrien-Krise durch die Beseitigung von Präsident Baschar al-Assad zu lösen. „Was halten Sie von Assads Ermordung?“, fragte der Teilnehmer, dessen Name nicht genannt wird, in der Sitzung, berichtet das Magazin „Foreign Policy“ (FP) unter Berufung auf eigene Quellen.

    Die Frage wurde an den ehemaligen Nahost-Koordinator beim Weißen Haus, Philipp Gordon, gerichtet. „Das ist gesetzwidrig und würde ohnehin nichts ändern, weil Russland und der Iran ihre Interessen in Syrien weiter verfolgen würden“, antwortete Gordon.

    „Foreign Policy“ zufolge darf sich kein einziges Mitglied der US-Regierung laut Erlass von 1976 an einem politischen Mord oder an dessen Vorbereitung beteiligen. „Selbst wenn Assad stirbt – aus welchem Grund auch immer – oder ermordet wird, wird sich das Wesen des Konflikts, nämlich ein von Russland unterstütztes Regime gegen die Opposition, nicht grundsätzlich ändern“, sagte Gordon.

    „Auch der nächste US-Präsident wird Pläne zur Beseitigung Assads kaum billigen. Aber eins liegt klar auf der Hand: Washington sucht immer öfter nach aggressiveren Lösungen zur Beilegung der vor fast sechs Jahren begonnenen Krise“, schreibt der Autor.

    Die Sitzung hatte in der Vorwoche stattgefunden.

     

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