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    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)
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    Fünf Mitglieder von Hillary Clintons Wahlkampfteam haben an nur einem Witz der US-Präsidentschaftskandidatin gearbeitet. Dies berichtet AP unter Verweis auf die von WikiLeaks veröffentlichten E-Mails von Clintons Stabschef, John Podesta.

    Die geleakten E-Mails zeigen, wie lange mehrere Assistenten an witzigen Phrasen für Clinton arbeiten:

    „Ich möchte besprechen, wie HRC (Clintons Initialen – Anm. d. Red.) einen Witz über die Situation mit den E-Mails beim EMILY’S List Dinner (politisches Aktionskomitee – Anm. d. Red.) heute Abend machen könnte“, schrieb Jennifer Palmieri, Clintons Kommunikationsleiterin. „Was haltet ihr davon?“

    „Ich denke es wäre gut, wenn sie ein wenig Humor zeigen würde“, stimmte ihre Stellvertreterin Kristina Schake zu.

    An der Korrespondenz waren insgesamt fünf Menschen beteiligt, die sich letztendlich auf einen Kompromiss einigten. Bei dem Dinner im Bundesstaat Iowa am 14. August 2015 scherzte Clinton dann über ihre Registrierung bei „Snapchat“ – einer App, bei der man Fotos und Videos verschicken kann, die nur für eine begrenzte Zeit sichtbar sind und danach automatisch gelöscht werden.

    „Ich liebe es. Diese Nachrichten verschwinden von ganz alleine!“, scherzte Clinton, woraufhin einige Gäste in Lachen ausbrachen.

    Aus der Korrespondenz geht außerdem hervor, dass sich die Wahlkampfhelfer von Clinton erhofften, dass der Skandal um die enthüllten E-Mails mit diesem Witz aufgelöst werden könnte.

    Die E-Mail-Affäre kam durch einen Hackerangriff im März 2015 ans Licht. Clinton nützte während ihrer Amtszeit als Außenministerin von 2009 bis 2013 ein privates E-Mail-Konto auf dem Server der Demokratischen Partei, das nicht ausreichend gegen Hackerangriffe gesichert gewesen sei. Sie soll dieses sogar für geheime Staatsangelegenheiten verwendet haben. Wie später bekannt wurde, stand hinter dem Cyberangriff der rumänische Hacker „Guccifer“.

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    Tags:
    Cyber-Attacke, WikiLeaks, John Podesta, Guccifer 2.0, Hillary Clinton, USA