03:50 04 Dezember 2020
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    Sergej Lawrow sieht aktuell keinen Anlass für einen neuen Kalten Krieg zwischen Russland und dem Westen. Dennoch attestiert der russische Außenminister den westlichen Staaten gar größere Verbissenheit als zu Zeiten der Konfrontation zwischen den USA und der Sowjetunion.

    Ungeschriebene Gesetze, die noch im Kalten Krieg Eskalationen zu vermeiden halfen, würden nicht mehr gelten, sagte Lawrow am Dienstag bei einem Treffen mit Vertretern der Association of European Businesses (ABE) in Moskau.

    „Wir haben jetzt keine ideologischen Differenzen, die einen Kalten Krieg unvermeidlich machen“, so der russische Chefdiplomat. Dennoch „zeigten unsere Partner heute sogar mehr Verbissenheit als im Kalten Krieg“.

    Damals hätten „ungeschriebene Regeln“, an die sich die Seiten strikt hielten, Konfrontation vermieden, sagte Lawrow. Sowohl der West- als auch der Ostblock hätten davon abgesehen, „Situationen herbeizuführen, die von der jeweils anderen Seite als gefährliche Überraschung betrachtet werden könnten.“ Aber: „Jetzt haben wir eine ganz andere Situation: denn die Regeln werden in Zweifel gezogen“, schloss Lawrow.

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    NATO, Sergej Lawrow, Russland