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    Armenien gedenkt der Genozid-Opfer im Osmanischen Reich (Symbolbild)Auswärtiges Amt in Berlin

    Berlin sagt „Genozid-Konzert“ der Dresdner Sinfoniker in Türkei ab

    © AP Photo / Sergei GritsCC BY-SA 2.0 / Initiative Echte Soziale Marktwirtschaft / Auswärtiges Amt in Berlin
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    Das Orchester Projekt „Dresdner Sinfoniker“ hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zur in Istanbul geplanten Aufführung von „Aghet“ über den Völkermord an den Armeniern vor 100 Jahren eingeladen, wie deutsche Medien berichten. Das Auswärtige Amt sagte das Konzert nun ab.

    Zu der Veranstaltung, die am 13. November im deutschen Generalkonsulat in Istanbul stattfinden sollte, waren demnach unter anderem Ministerpräsident Binali Yildirim, Außenminister Mevlüt Cavusoglu und Kulturminister Nabi Avci eingeladen. Wie es in der offiziellen Einladung heißt, sollten bei dem Konzert sowohl „die Wunden der türkischen und armenischen Vergangenheit“ als auch die Meinungs- und Kunstfreiheit thematisiert werden.

    Das Auswärtige Amt hat die geplante Aufführung nun jedoch abgesagt.

    „Die Räumlichkeiten des Generalkonsulats in Istanbul stehen am 13. November nicht zur Verfügung“, hieß es am Dienstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin.

    Wie Focus Online schreibt, hätte die Aufführung zu einem erneuten Aufflammen des Konflikts zwischen Deutschland und der Türkei führen können.

    Der Bundestag hatte Anfang Juni in einer Resolution die Massaker an den Armeniern zur Zeit des Osmanischen Reiches 1915 als Völkermord bezeichnet, bei dem Schätzungen zufolge bis zu 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit im Osmanischen Reich getötet wurden. Die Türkei bestreitet aber, dass es sich um einen Völkermord gehandelt hat und reagiert sehr aggressiv auf jede Kritik dazu.

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    Völkermord an den Armeniern, Das Auswärtige Amt Deutschlands, Türkei, Deutschland