01:56 16 November 2019
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    Situation in Mossul

    UN berichtet von massenweisen Gräueltaten des IS bei Mossul

    © AFP 2019 / Bulent Kilic
    Politik
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    Das Uno-Hochkommissariat für Menschenrechte hat erste Informationen über Massenhinrichtungen friedlicher Einwohner zusammengefasst, die von der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) nahe der irakischen Stadt Mossul verübt wurden, wie die Zeitung „The Guardian“ schreibt.

    „Die Leichname von 70 Menschen mit Spuren eines gewaltsamen Todes wurden am 20. Oktober in einem Dorf bei Mossul entdeckt. Am Sonntag wurden 50 erschossene ehemalige irakische Polizisten entdeckt“, sagte der Sprecher des UN-Menschenrechtskommissariats, Rupert Colville.

    Laut dem Sprecher wurden in einem 30 Kilometer von Mossul entfernten Dorf 15 Einheimische durch Extremisten hingerichtet, ihre Leichname wurden zur Einschüchterung in den nahegelegenen Fluss geworfen. Weitere sechs Leichname wurden an Autos befestigt, die rund um das Dorf fuhren.

    Dem UN-Vertreter zufolge wurden drei Frauen und drei Mädchen erschossen, die den Anschluss an die Kolonne verloren, die die Extremisten als „lebendigen Schild“ in die Stadt trieben.

    „Alle Angaben sind vorläufig, die Zahl der Gräueltaten kann wachsen“, so der Beamte.

    Zuvor war am Sonntag berichtet worden, dass die Extremisten 16 Einwohner Mossuls hingerichtet haben, indem sie diese von einer Brücke der Stadt geworfen haben. 

    Massenexekution in Mossul: IS tötet Hunderte Jungen und Männer

    US-Kampfjet F-22 Raptor
    © REUTERS / Toby Melville
    Über eine weitere Massenhinrichtung war einen Tag zuvor berichtet worden. Die Terroristen exekutierten 284 Menschen am südlichen Stadtrand. Es gab Erschießungen am 20. und 21. Oktober. Danach wurden die Leichname mit Bulldozern in ein Massengrab neben einer zerstörten Landwirtschaftsschule im Norden der Stadt geschoben.

    Die Bodenoffensive zur Befreiung Mossuls von den Terroristen begann am 17. Oktober.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Rupert Colville, Irak, Mossul