15:20 25 Oktober 2020
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    Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, sind die vor fast einem Jahr von ukrainischen Aktivisten begangenen Sprengstoffanschläge auf Stromleitungen, die einen Blackout auf der Krim hervorgerufen hatten, sowie die Wasserblockade – ein Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung der Halbinsel.

    „Was die Aufhebung der Wasserversorgung oder diese ‚Aktion‘ mit dem  Blackout angeht, so ist das alles schier ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, sagte der russische Staatschef am Rande eines Forums für Jugendbildung in der Schwarzmeer-Stadt Jalta.

    Menschenrechtsorganisationen würden in sieben Sprachen schweigen, wobei dies in Wirklichkeit ja eine schwere Straftat sei. Die Einwohner der Halbinsel haben damals zweifelsohne ihre Tapferkeit demonstriert, diejenigen jedoch, die diese Taten begangen haben – eine große Dummheit.

    „Haben die etwa erwartet, dass alle auf die Knie fallen und um Almosen betteln? Das sind einfach erstaunliche Idioten“, betonte er.

    Vor einem Jahr hatten ukrainische Radikale, unter anderem Mitglieder der nationalistischen Miliz „Rechter Sektor" und des „Medschlis des krimtatarischen Volkes" auf Anregung von zwei Abgeordneten des ukrainischen Parlaments die Lieferung von Lebensmitteln auf die Krim blockiert und Sprengstoffanschläge auf Stromleitungen begangen. Amtlich war die Krim-Blockade Mitte Januar 2016 in Kraft getreten.

    Die Energieblockade der Krim wurde durchbrochen, als Russland mehrere Starkstromkabel auf dem Grund des Schwarzen Meeres zur Krim verlegte und hunderte Kilometer Hochspannungsleitungen baute.

    Die Krim war im März 2014 – nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war der nationalistisch geprägte Staatsstreich vom Februar 2014 in Kiew.

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    Tags:
    Blockade, Tataren, Medschlis, Wladimir Putin, Ukraine, Russland, Krim