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17:46 20 Juli 2019
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    Wladimir Putin und Barack Obama auf dem G-20-Treffen in der Türkei

    Putin zu gegenseitigem Misstrauen und „fiebrigen“ internationalen Beziehungen

    © Sputnik / The press-service of the President of Russian Federation
    Politik
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    Die Diskrepanzen, die mit einer Umverteilung der Wirtschaftskraft und des politischen Einflusses in der Welt verbunden sind, nehmen immer mehr zu. Dies erklärte der russische Präsident Wladimir Putin auf dem Valdai-Forum.

    Das gegenseitige Misstrauen reduziere die Möglichkeiten der Weltgemeinschaft, auf die realen Gefahren und Bedrohungen zu reagieren.

    „Im Grunde genommen ist das Projekt einer globalisierten Welt selbst in die Krise geraten. In Europa spricht man sogar darüber, dass die Politik des Multikulturalismus gescheitert ist“, meinte der russische Staatschef.

    Diese Entwicklung sei eine Folge der fehlerhaften, überstürzten und teilweise anmaßender Wahl, die die politischen Eliten Europa vor 25 Jahren getroffen haben.

    „Damals, Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre, hatte es die Chance gegeben, nicht nur die Globalisierung voranzutreiben, sondern ihr einen neuen, harmonischen und nachhaltigen Charakter zu verleihen“, betonte Putin.

    Die Staaten, die sich als Sieger des Kalten Krieges sahen, hatten allerding damit begonnen, die politische und wirtschaftliche Weltordnung ihren Interessen anzupassen. Diese Staaten seien den Weg einer „Globalisierung für sich, nicht für alle“ gegangen, obwohl auch nicht alle damit einverstanden waren.

    Einige konnten dem schon nicht mehr, andere noch nicht widerstehen, schlussfolgerte Putin. Deswegen „fiebere” das System der internationalen Beziehung immer wieder, und die Weltwirtschaft könne die globale Krise nicht überwinden.

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    Tags:
    internationale Arena, Politik, Wirtschaft, Wladimir Putin, Europa, USA, Russland