17:01 20 August 2018
SNA Radio
    Donald Trump

    Putin zu westlichen Medien: Trump nicht zufällig zu „Moskaus Favorit“ gemacht

    © REUTERS / Carlo Allegri
    Politik
    Zum Kurzlink
    4916

    Laut Russlands Präsident Wladimir Putin sind die Vorwürfe, Russland habe bei den bevorstehenden US-Präsidentenwahlen Sympathien für Donald Trump, ein Versuch, die Ergebnisse dieser Wahlen zu beeinflussen.

     

    „Was Favoriten oder Nicht-Favoriten im Wahlsystem der USA betrifft: Sie haben gesagt, das ist ein Bild, das von den Medien geschaffen wurde. Es wurde auch von den Medien geschaffen. Und ich versichere ihnen, nicht zufällig“, antwortete Putin bei der 13. Sitzung des Diskussionsklubs Valdai auf eine Frage von Journalisten.

    „Die Idee an sich wurde in die öffentliche Meinung eingebracht, aus meiner Sicht nur mit einem einzigen Ziel: Es wird ein Feindbild in Form von Russland geschaffen. Und anschließend wird verkündet, dass Trump unser Favorit ist. Das ist völliger Quatsch“, betonte der Staatschef.

    „Das ist eine Methode zur Manipulation der öffentlichen Meinung“, so Putin.

    Der russische Präsident erläuterte, für Moskau sei es im Prinzip egal, wer bei den US-Präsidentenwahlen siegen wird.

    „Wir wissen nicht, wie der eine oder andere Kandidat sich verhalten wird, wenn er siegt. (…) Im Prinzip ist es uns mehr oder weniger egal. Aber natürlich begrüßen wir Worte, Gedanken, Absichten über die Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und den USA. Und in diesem Sinn begrüßen wir solche Äußerungen, egal von wem sie kommen“, sagte er.

    Was den Republikaner Trump betrifft, sei dieser manchmal extravagant, vertrete jedoch die Interessen eines großen Teils der US-Bürger.

    „Er hat anscheinend seine Methode gewählt, um die Herzen der Wähler zu berühren. Er benimmt sich zwar extravagant, aber wir sehen, dass dies nicht ganz sinnlos ist. Denn aus meiner Sicht vertritt er die Interessen eines großen Teils der Gesellschaft in den (Vereinigten) Staaten, die die Interessen der Eliten, die sich seit Jahrzehnten an der Macht befinden, satt haben.“

    Dabei sagte Putin, Trump vertrete die Interessen der einfachen Menschen. „Er stellt auch selbst solch einen einfachen Typen dar, der all diejenigen kritisiert, die seit Jahrzehnten an der Macht sind“, fügte er hinzu.

     

    Zum Thema:

    Putin zu gegenseitigem Misstrauen und „fiebrigen“ internationalen Beziehungen
    Putin zu Nato: Keine Anpassung an neue Bedingungen
    Putin geht "in Rente, wenn die Zeit reif ist – jetzt bin ich Präsident"
    Putin: Nahost braucht modernen „Marschallplan“
    Tags:
    Valdai-Forum, US-Präsidentschaftswahl 2016, Donald Trump, Hillary Clinton, USA, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren