00:08 23 April 2018
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    USS Carney

    US-Zerstörer zieht vorzeitig aus dem Schwarzen Meer ab

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    Politik
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    Die USS Carney hat am Sonntag das Schwarze Meer wieder verlassen, berichten russische Medien. Der amerikanische Lenkwaffen-Zerstörer verbrachte statt der erlaubten drei Wochen nur sechs Tage in der Region. Türkische Medien veröffentlichten Bilder von der USS Carney, die durch den Bosporus Richtung Süden fuhr.

    Das US-Kriegsschiff war am Montag in das Schwarze Meer eingelaufen und machte am Tag darauf im rumänischen Constanța Halt.

    Die russische Schwarzmeerflotte kündigte an, den amerikanischen Zerstörer mit Aufklärungsschiffen, Küstenradaren und Fliegern zu observieren.

    Nach dem pro-westlichen Umsturz Anfang 2014 in der Ukraine befinden sich Kriegsschiffe der USA und der Nato ständig im Schwarzen Meer.

    Russland reagiert mit Besorgnis auf dieses verstärkte Militäraufgebot.

    Laut dem Montreux-Vertrag von 1936 dürfen sich Kriegsschiffe von Staaten, die keine Anrainer sind, höchstens 21 Tage im Schwarzen Meer aufhalten.

    Ihre Gesamttonnage darf 30.000 Tonnen nicht übersteigen.

    2014 hat bereits die US-Fregatte „USS Taylor“ gegen diese Regel verstoßen, weil sie elf Tage länger im Schwarzen Meer geblieben war.

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    USS Carney, Schwarzes Meer