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00:36 17 Oktober 2019
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    Kämpfer in Aleppo

    Moskau: Verunglimpfung Russlands in westlichen Medien spielt Terroristen in die Hand

    © REUTERS / Ammar Abdullah
    Politik
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    Die Kampagne zum Anschwärzen der Rolle Russlands in Syrien und zur Desinformation über das Geschehen in Aleppo kommen letztendlich den Terrormilizen „Islamischer Staat“ und „Dschabhat al-Nusra“ zugute, wie der Menschenrechtsbeauftragte des russischen Außenministeriums, Konstantin Dolgow, bei einem Briefing in der Agentur „Rossiya Segodnya“ sagte.

    „Leider prangern auch ernsthafte Medien Russland an. Das alles spielt den Extremisten und Terroristen des IS und der Al-Nusra-Front in die Hand“, so Dolgow. „Eine solche Desinformation ist ein Faktor zur Unterstützung der Aktivitäten der Extremisten.“

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    Ihm zufolge hält die Kampagne seitens mehrerer westlicher Länder und mancher Menschenrechtsorganisationen an, „von denen wir eine Ja-Sagerei und eine Desinformation zu den Ereignissen in Syrien und Aleppo sehen“.

    Als Beispiel führte Dolgow die „Aufsehen erregende Geschichte um den angeblichen Angriff auf eine Schule in Idlib an, bei dem angeblich Dutzende Kinder den Tod gefunden haben sollen“. „Wie sich herausstellte, war es einfach einen Fälschung, eine Collage, eine Montage, eine grobe Fälschung, auf deren Basis versucht wurde, Russland zu beschuldigen“, sagte Dolgow.

    Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor die Erklärung des UN-Kinderhilfswerks UNICEF über einen Luftangriff auf eine Schule dementiert. Der amtliche Sprecher der Militärbehörde, Igor Konaschenkow, erklärte, eine detaillierte Luftaufnahme der syrischen Ortschaft Haas in der Provinz Idlib zeuge davon, dass es „keinerlei Beschädigungen am Dach der Schule oder Bombentrichter im angrenzenden Raum um die Schule gibt“. Ihm zufolge sind die in mehreren westlichen Medien veröffentlichten Videoaufnahmen vom angeblichen Angriff in Idlib eine Montage aus mehr als zehn Aufnahmen. Zudem betonte er, dass am 26. Oktober kein einziges Flugzeug der russischen Luftwaffe diesen Raum überflogen habe. 

    Der Westen hat den syrischen und russischen Behörden schon mehrmals Angriffe auf zivile Objekte und die moderate syrische Opposition vorgeworfen, aber keinerlei Beweise dafür vorgelegt. Moskau bezeichnet dies als haltlose Anschuldigungen und verweist darauf, dass sich alle Angriffe ausschließlich gegen die Terroristen richten würden, und zwar nach einer sorgfältigen Prüfung der Ziele und aufgrund glaubwürdiger Aufklärungsdaten. Dabei hätten sich die Anschuldigungen an die Adresse der russischen Kampffliegerkräfte, zivile Objekte bombardiert zu haben, kein einziges Mal bestätigt, betonte der Sprecher der Militärbehörde.

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    Tags:
    Unicef, Al-Nusra-Front, Terrormiliz Daesh, Igor Konaschenkow, Konstantin Dolgow, Syrien