SNA Radio
    Tallinn

    Estnischer TV-Sender lässt „russischen Hybridkrieg“ Quoten sammeln – Moskau antwortet

    © Sputnik / Vladimir Fedorenko
    Politik
    Zum Kurzlink
    0 637
    Abonnieren

    Russland hat Anschuldigungen über die Vorbereitung eines „Hybridkrieges“ in Estland, die jüngst eine Reportage des estnischen TV-Senders ETV zum Thema „russische Gefahr“ ausstrahlte, als haltlose „Mutmaßungen“ kritisiert.

    „In dieser Reportage wurde als ‚Expertenmeinung‘ geäußert, dass in Estland ein ‚Hybridkrieg‘ vorbereitet werde: Dafür werde mit der allgegenwärtigen ‚Hand des Kremls‘ eine ganze ‚Bürgerarmee‘ gebildet, bestehend aus fünf Gruppierungen, die informations-propagandistische Ressourcen, Machtstrukturen, Business und oppositionelle Parteien unter ihre Kontrolle nehme und beinahe Kampfeinheiten gründe“, hieß es in der Pressemitteilung der russischen Botschaft in Tallinn. 

    Dabei hatten sich offenbar weder der Autor der Reportage noch der eingeladene „Russland-Experte“ die Mühe gemacht, außer eigenen Mutmaßungen auch Beweise anzuführen. Das Sicherheitspolizeiamt Estlands (KAPO) hat die Behauptungen über die Präsenz prorussischer Gruppierungen zur Vorbereitung und Führung eines Hybridkrieges nicht bestätigt. Das sagte der Behördensprecher Agnes Suurmets am Dienstag dem Nachrichtenportal Postimees. 

    Laut der russischen Botschaft nutze Estland die Klischees über die „russische Militärbedrohung“, um eigene ganz konkrete Ziele zu erreichen, wie beispielsweise eine Aufstockung des Militärbudgets, Nato-Erweiterung und Annäherung der Nato-Infrastruktur an die russischen Grenzen. 

    Früheren Angaben zufolge wird Großbritannien im Rahmen des Nato-Programms zur Eindämmung einer „möglichen Militäraggression seitens Russland“ zusätzliche Kontingente nach Estland schicken. Schon im Frühling des kommenden Jahres sollen in Estland zusätzlich rund 800 Soldaten, Panzer vom Typ Challenger, Schützenpanzer Warrior und Drohnen stationiert werden. 

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    „Ernsthafte Nato-Militärpräsenz“: London schickt 800-Mann-Bataillon nach Estland
    Ab jetzt täglich: Deutsche Luftwaffe trainiert über Estland
    Sputnik mahnt Schutz der Meinungsfreiheit in Estland an
    Estland bekommt seine erste Präsidentin – und die sucht Nähe zu russischer Minderheit
    Estland verwehrt russischen TV-Journalisten Einreise
    Tags:
    Militärbedrohung, Hybridkrieg, Reportage, TV-Sender ETV, Das Sicherheitspolizeiamt Estlands (KAPO), Tallinn, Estland