13:03 09 April 2020
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    Der Direktor des britischen Geheimdienstes MI5, Andrew Parker, hat Russland eine aggressive Außenpolitik vorgeworfen. In ihrem Twitter-Account hat Russlands Botschaft in London die Vorwürfe zurückgewiesen und dabei das Poster des Films „Die Russen kommen! Die Russen kommen!“ getwittert.

    Zuvor hatte Parker in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Guardian“, das am Montag in ihrer Online-Ausgabe veröffentlicht wurde, erklärt, Russland stelle eine Bedrohung für Großbritannien dar, indem Moskau sich mit einem aggressiven Voranbringen seiner Außenpolitik im Ausland befasse. Parker zufolge nutzt Russland angeblich eine ganze Reihe staatlicher Organe, um seine Außenpolitik im Ausland mit immer aggressiveren Methoden voranzubringen, einschließlich Propaganda, Spionage, untergrabender Tätigkeit und Cyber-Attacken.

    ​“Schade um den Spezialisten, der in die Falle seiner eigenen durch Propaganda geschaffenen Welt getappt ist“, kommentierte die russische Botschaft das Interview in ihrem Twitter-Account. 

    Im dem Tweet veröffentlichte die Botschaft das Filmposter von „Die Russen kommen! Die Russen kommen!“, einer US-Filmsatire aus dem Jahr 1966. Der Streifen berichtet darüber, wie ein sowjetisches U-Boot vor einer Insel Neuenglands strandet. Zunächst will die russische Besatzung dies geheim halten und unbemerkt ein kleines Schiff besorgen, um das U-Boot wieder freizuschleppen. Als jedoch alles ans Licht kommt und ein wütender und bewaffneter Mob sich neben dem U-Boot versammelt und die Situation zu eskalieren droht, geschieht ein Wunder: Als plötzlich ein kleiner Bub von einem Kirchturm zu stürzen droht, tun sich die Amerikaner und die russischen Seeleute zusammen, um ihn zu retten. Im Endeffekt siegt die Freundschaft und der Dritte Weltkrieg wird abgewendet.

    Zuvor hatte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärt, dass die Behauptungen des Mi5-Chefs nicht der Wirklichkeit entsprechen würden. „Solange niemand irgendwelche Beweise anführt, werden wir beliebige Erklärungen – egal ob vom MI5-Chef, vom US-Vizepräsidenten oder von anderen Amtspersonen – als unbegründet betrachten und können diesen unbegründeten Erklärungen keine Aufmerksamkeit schenken“, betonte er.

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    Tags:
    Dritter Weltkrieg, Britischer Geheimdienst MI5, Andrew Parker, Dmitri Peskow, London, Großbritannien, Russland