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    „Ein Elefant im Porzellanladen“

    MdB Neu: „Oettinger bewegt sich wie ein rassistischer Elefant im Porzellanladen“

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    „Chinesische Männer kommen ohne Frauen, aber alle mit Schuhcreme gestylter Frisur zu Terminen - wegen solcher Sätze steht EU-Kommissar Günther Oettinger im Kreuzfeuer der Kritik. Sputnik hat darüber mit Dr. Alexander Neu von der Linke gesprochen.

    Der Bundestagsabgeordnete Neu sieht die Gründe für die Verbalentgleisung des EU-Kommissars in dessen Biographie als Politiker in Baden-Württemberg: „Das sieht man auch an Oettingers Beileidsrede zum Tode des ehemaligen NS-Marinerichters (und früheren Ministerpräsidenten, d. Red.) Hans Filbinger. Dabei hatte er Äußerungen getätigt, die auf eine Relativierung Filbingers hinausliefen und hat sich damit enorme Kritik eingeholt.“

    Dr. Neu hat dafür eine Begründung: „Oettinger kommt aus einer Tradition, vor in Baden-Württemberg, die nie wirklich komplett und wirklich distanziert mit dem Nationalsozialismus abgeschlossen hat, so mein Eindruck.“

    Mit seinen Äußerungen über Chinesen habe der EU-Kommissar viel an den Beziehungen zwischen China und Europa verbrannt: „Er bewegt sich da wie ein rassistischer Elefant im Porzellanladen.“ Hier sei ein Problem entstanden, bei dem auch die CDU und die Bundeskanzlerin gefragt seien, Oettinger zurückzupfeifen.

    Allein, der außenpolitische Sprecher der Linke glaubt nicht recht daran: „Das Problem ist, dass Merkel innerhalb ihrer Partei wegen der Flüchtlingsfrage selber geschwächt ist.“ Darum werde Merkel Oettinger eher nicht zum Teufel jagen, sondern versuchen, die Sache auszusitzen.

    Das komplette Interview finden Sie hier:

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    Günther Oettinger