11:24 02 Juni 2020
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    Patrick Kidd, Journalist der britischen Zeitung „The Times“, hat in seinem jüngsten Beitrag die Hysterie um die Hackerangriffe im Westen, die Russland organisiert haben soll, verspottet.

    Der britische Finanzminister Philip Hammond teilte am Dienstag, 1. November, mit, dass Großbritannien 1,9 Milliarden Pfund Sterling (rund 2,1 Milliarden Euro) in die Cyberabwehr von „feindseligen ausländischen Akteuren“ investieren werde. Und obwohl der Politiker nicht ausdrücklich Russland nannte – „offenbar aus Sorge, dass er abgehört wird“ –, sei klar, dass er konkret dieses Land damit gemeint hätte, so Kidd.

    „Russland – Verzeihung, die ausländischen Akteure, natürlich – attackiert uns mit dem ‚Internet der Dinge‘“, schreibt Kidd. Beispielsweise könne Moskau einen Hackerangriff auf die Kühlschränke der Briten planen, um das Zentrum der Regierungsverbindungen einzustürzen zu lassen, oder Unmengen Salat im Internet bestellen, damit keiner für die Briten übrig bleibe, scherzte der Journalist. Kidd zitierte Hammond, dass Großbritannien bereit sein müsse, mit gleicher Kraft zu antworten, sollte es zu Angriffen kommen.

    „Wenn Russland eine Invasion auf unsere Kühlschränke, einen neuen Kalten Krieg startet, müssen wir einen Gegenanschlag auf ihre Wäscheständer organisieren. Ruft beim MI6 (britischer Auslandsgeheimdienst – Anm. d. Red.) an: Der Toaster blickte soeben bösartig auf mich und sagte ‚Na Sdorowje‘, als ich einen Pfannkuchen in ihn hineinlegen wollte“, so Kidd.

    „Die Hysterie hinsichtlich der russischen Hacker“ sei in den USA entstanden. Die amerikanischen Behörden hatten Anfang Oktober Russland der Angriffe auf die E-Mail-Server der Demokratischen Partei beschuldigt. Später behauptete man sogar, dass Moskau angeblich versucht habe, das Ergebnis der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen zu beeinflussen. Die USA hätten jedoch keinen einzigen Beweis für diese Anschuldigungen vorlegen können.

    Russlands Präsident Wladimir Putin kommentierte die Anschuldigungen damit, dass die publizierten Unterlagen nicht vom Interesse Moskaus seien und die Hysterie ausschließlich deshalb geschürt werde, um vom Inhalt der Dokumente abzulenken.

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    Tags:
    Hysterie, Cyberattacken, Philip Hammond, Wladimir Putin, Großbritannien, USA, Russland