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    Lawrow: Moskau besorgt über Nato-Kurs auf Eindämmung Russlands

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    Moskau ist weiterhin besorgt über den Nato-Kurs auf die Eindämmung Russlands und wartet auf eine Antwort der Allianz auf seine Initiative, die Kooperation mit Brüssel wiederzubeleben. Das sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in Athen, wo er zu einem Besuch weilt.

    „Wir haben bislang mehrmals erklärt, dass wir die Tür nicht zuschlagen wollen. Bei gutem Willen aller Seiten kann es in unseren Beziehungen zum Westen keine unlösbaren Probleme geben. Um den gegenwärtigen negativen Trend umzukehren, sollte die verderbliche Logik aufgegeben werden, ein Resultat zu erzielen, koste es was es wolle, sowie (der anderen Seite) eigennützige Vereinbarungen und Kooperationsmodi ohne Berücksichtigung der Interessen des Partners aufzuzwingen“, sagte Lawrow. Zuvor war ihm der Titel eines Ehrendoktors der Universität von Piräus zuerkannt worden.

    „Besonders besorgniserregend ist der Kurs der NATO auf die Eindämmung Russlands, der die strategische Stabilität auf dem europäischen Kontinent unterhöhlt… Die militärische Infrastruktur nähert sich unseren Grenzen, Technik und Truppen werden an die russische Grenze verlegt, die Zahl und das Ausmaß der Militärmanöver nimmt zu, ein Raketenabwehrsystem wird weiter gebaut. Das ist traurig. Die NATO weicht einem professionellen Dialog mit Russland aus“, fuhr der russische Chefdiplomat fort.

    Westliche Partner, die nach Beendigung des Kalten Krieges in Euphorie schwelgten, seien darauf aus, immer mehr geopolitischen Raum unter ihre Kontrolle zu bringen sowie die Völker in „eigene“ und „fremde“ aufzuteilen. „Zum Höhepunkt dieses Kurses wurde der von den Vereinigten Staaten und einigen europäischen Ländern unterstützte Staatsstreich in der Ukraine.“

    „Wir unterbreiten konkrete Vorschläge mit dem Ziel, unsere Kooperation tatsächlich strategisch zu machen, was in beiderseitigem Interesse liegen würde.“ Leider habe der Westen bislang nichts in diese Richtung getan, sagte Lawrow.

     

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