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19:56 17 August 2019
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    „Verlasst Aleppo“: Extremisten weigern sich – Assad-Armee unterstützt Moskaus Appell

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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    Die Extremistenkämpfer, die den Osten des syrischen Aleppo unter ihrer Kontrolle halten, haben sich der Forderung der russischen Militärs widersetzt, die besetzten Gebiete zu verlassen, wie Reuters berichtet.

    Zakaria Malahifdschi von der radikalen Gruppierung „Festakim“ sagte, dieser Vorschlag werde erst gar nicht in Erwägung gezogen. Die Kämpfer würden die Stadt nicht abgeben. „Festakim“ steht in Verbindung zu den Gruppierungen Ahrar asch-Scham und Dscheisch al-Islam, die ihrerseits mit der Al-Nusra Front kooperieren.

    Laut der Agentur SANA rief das Kommando der syrischen Armee trotzdem alle Kämpfer erneut dazu auf, die humanitäre Pause doch dazu zu nutzen, die Stadt zu verlassen. „Das Armeekommando ruft alle Kämpfer in Ostaleppo dazu auf, die Kampfhandlungen einzustellen und die humanitäre Pause zu nutzen, um die Stadt mit den persönlichen Waffen über den Grenzkontrollpunkt Castello und den Markt Al-Heir in Richtung Idlib zu verlassen“, zitiert die Agentur die Erklärung des syrischen Kommandos.

    Zuvor hatte der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu auf Anordnung von Russlands  Oberbefehlshaber Wladimir Putin die Entscheidung getroffen, am 4. November von 9.00 bis 19.00 Uhr Ortszeit eine erneute humanitäre Pause im syrischen Aleppo einzuführen. Die russische Verteidigungsbehörde hatte sich direkt an die Führer der bewaffneten Extremistengruppierungen mit der Forderung gewendet, „die Kampfhandlungen einzustellen und Aleppo mit den Waffen zu verlassen“.

    Die erste humanitäre Pause war am 20. Oktober um 08:00 Uhr Ortszeit in Kraft getreten. Acht Korridore waren vorgesehen – sechs für Zivilisten und zwei für bewaffnete Kämpfer. Die russischen und syrischen Luftstreitkräfte hatten bereits am 18. Oktober ihre Angriffe auf die Stellungen der Terroristen eingestellt, um die umkämpfte Stadt auf die großangelegte Feuerpause vorzubereiten.

    Doch die Terroristen wollten ihre Stellungen nicht verlassen und sperrten selbst die Zivilisten ein. Am Samstag begann die Regierungsarmee mit einer Offensive im Süden der Stadt. Unterschiedlichen Angaben zufolge befinden sich in Aleppo noch immer rund 7.000 Terroristen verschiedener Gruppierungen.

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    Tags:
    humanitäre Pause, Aufruf, verlassen, Weigerung, Korridor, Kämpfer, Al-Nusra-Front, Ahrar ash-Sham, Aleppo, Russland