21:57 02 Juni 2020
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    Kampf gegen den IS (813)
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    Moskau und Washington können gegenwärtig keine Verbündeten im Kampf gegen den Terror sein, wie der syrische Staatspräsident Baschar Assad im Interview gegenüber der serbischen Zeitung „Politika“ sagte.

    „Wir hoffen zwar darauf, aber in Wirklichkeit ist das unmöglich“, so Assad. „Der Grund ist einfach: Die Russen gründen ihre Politik auf Würde unter Berücksichtigung aller Interessen. Diese Würde kommt durch in der Einhaltung des internationalen Rechts und im Kampf gegen die Terroristen zum Ausdruck. Die Amerikaner lassen sich in ihrer Politik von ganz anderen Prinzipien leiten, die die Unterstützung der Terroristen einschließen.“

    Washington nutze die Terroristen „als eine Karte auf der politischen Bühne aus“, indem es diese für eigene Zwecke, aber auf Kosten anderer Staaten, einsetzt.

    In Syrien tobt seit 2011 ein Krieg, der laut Uno-Angaben bereits nahezu 300.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen die islamistischen Terrormilizen Daesh (auch Islamischer Staat, IS), al-Nusra-Front und andere, auch vom Westen unterstützte Rebellen gegenüber.

    Die USA und ihre Verbündeten bombardieren seit 2014 Syrien – ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus – und deshalb völkerrechtswidrig. Nach US-Darstellung richteten sich die Angriffe gegen den „Islamischen Staat“, der jedoch seit Beginn des von den USA geführten Einsatzes sogar expandieren konnte. Die russische Luftwaffe fliegt seit September 2015 – auf offizielle Bitte der Regierung in Damaskus – Angriffe gegen Stellungen der Terroristen. In den vergangenen Monaten konnten die syrischen Truppen viele Gebiete von den Terroristen befreien, darunter auch das antike Palmyra. Russland hatte der US Army mehrmals gemeinsame Operationen gegen die Terroristen vorgeschlagen, bekam jedoch jedes Mal eine Absage.

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    Tags:
    Anti-IS-Koalition, Verbündete, Terrorbekämpfung, Terrormiliz Daesh, Baschar al-Assad, Syrien, Russland, USA