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    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)
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    Die Ergebnisse von Meinungsumfragen zum US-Präsidentenwahlkampf zeugen von einer Verschärfung dieses Kampfes. Der Republikaner Donald Trump holt seine demokratische Konkurrentin Hillary Clinton allmählich ein. Ob Trump es aber schaffen wird, den Abstand endgültig zu beseitigen, ist ungewiss.

    Dutzende Meinungsumfragen werden täglich in den USA veröffentlicht, wobei ihre Ergebnisse stark voneinander abweichen.  Dabei überschreiten die Unterschiede zwischen ihnen den statistischen Fehler, was die Unbestimmtheit des Ausgangs der US-Wahlen zeigt.

    So liegt Clinton in einer vom  Marktforschungsunternehmen Ipsos im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters  durchgeführten Umfrage landesweit sechs Prozentpunkte vor Trump. 45 Prozent der Befragten sprachen sich für Clinton und  39 Prozent  für Trump aus. Einer vom TV-Sender ABC und der Zeitung „Washington Post" vorgenommenen Umfrage zufolge werden die beiden Hauptrivalen von einer  fast gleichen Zahl der Wähler unterstützt.

    Um die Genauigkeit  ihrer Prognosen zu erhöhen, nutzen einige Sozialwissenschaftler die durchschnittlichen Umfragewerte. Laut der Nachrichtenwebseite RealClearPolitics, die gerade solche Durchschnittswerte angibt, ist Clintons Vorsprung, der vor zwei Wochen noch sechs bis sieben Prozentpunkte ausmachte, zurzeit  auf 1,7 Prozentpunkte geschrumpft.

    Außerdem  liegt Trump zum ersten Mal in einer Reihe  von US-Bundesstaaten vorne, in denen er unbedingt die Wahl gewinnen muss,  um die Hoffnung auf den Sieg  aufrechtzuerhalten. Laut den Durchschnittswerten von RealClearPolitics führt er in Ohio mit 3,3, in Iowa mit 1,4, in Arizona mit drei und in Florida mit 0,7 Prozentpunkten. Florida wird bei der Wahl wahrscheinlich der wichtigste Bundesstaat mit seinen 29 von insgesamt 270 Wahlmännerstimmen, die ein Kandidat  in dem Zwei-Stufen-Wahlsystem in den USA für seinen Sieg braucht. Den Sozialwissenschaftlern zufolge haben die  beiden Kandidaten sowohl in Florida als auch in North Carolina mit je etwa 15 Wahlmännerstimmen die gleichen Siegchancen.

    Jedoch garantiert sogar ein Erfolg in Florida und North Carolina noch keinen Wahlsieg für Trump. Clinton braucht nur ihre Führung in der „zweiten Verteidigungslinie" zu  behalten, um die erforderlichen 270 Wahlmännerstimmen auf sich zu vereinen. Dazu kommen Virginia, Wisconsin, Colorado, Minnesota, Michigan, Maine, New Hampshire und Pennsylvania, und  in allen diesen Bundesstaaten liegt Clinton nach wie  vor vorne. 

    Dem Chefredakteur der Webseite FiveThirtyEight, Statistiker und Wahlforscher  Nate Silver zufolge beträgt die Wahrscheinlichkeit eines Wahlsieges  von Hillary Clinton etwa 68 Prozent. Andere Webseiten bewerten ihre Chancen noch höher: diese belaufen sich laut „The New York Times" auf 87, laut „The Huffington Post" auf 98 und laut Predictwise.com auf 85 Prozent.

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