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    Präsidentenwahl in USA (2016) (443)
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    Back to USSR oder soll Hillary Clinton aus dem Wahlrennen aussteigen? Solche ungewöhnliche Fragen stellen sich heute nicht nur die Anhänger von Donald Trump, sondern auch einige US-Medien, die bis vor kurzem fast einhellig Clinton unterstützt hatten.

    Das schreibt Eduard Losanski, Präsident der American University in Moskau, in einem Beitrag für die Zeitung „Iswestija“.

    So berichtet die einflussreiche Zeitung “Chicago Tribune”, dass die ständigen Skandale um Hillary Clinton und ihren Ehemann Bill Clinton eine Rückkehr dieses Paares ins Weiße Haus eigentlich ausschließen würden.

    Das Verhalten der US-Presse während des Wahlkampfes muss gesondert untersucht werden, weil es alle bestehenden Vorstellungen von ihrer hohen Professionalität, Objektivität und Unbestechlichkeit widerlegt.

    Wie konnte dies geschehen?

    Eine Erklärung besteht darin, dass fast alle US-Medien großen Konzernen gehören, also dem Establishment, dem Donald Trump den Krieg erklärte, während Clinton ein unabdingbarer Teil dieses Establishments ist.

    Anscheinend spielen hier wohl auch andere Faktoren eine Rolle, darunter geopolitische, weil Clinton zu einem Clan gehört, dessen Mitglieder sich als „indispensable“ (unersetzlich) bezeichnen.

    Ein Zitat Clintons: „Wir sind eine unersetzliche Nation. Menschen in der ganzen Welt sehen uns als Anführer an, dem sie folgen sollen“. Dies erinnert wohl an die Maximen der sowjetischen Parteielite, die davon überzeugt war, dass die Menschheit nach dem Kommunismus leben soll. Wir wissen, womit dies endete.

    Trump geht trotz seiner exzentrischen Besonderheiten nüchtern mit dem ernsthaftesten Problem der heutigen Zeit um  – dem radikalen Islam – und verspricht die Aufnahme enger Beziehungen zu Russland zur Auslöschung der Terrorgefahr.

    Daher kann man mit großer Wahrscheinlichkeit vermuten, dass die Führung der Demokratischen Partei irgendwann einmal beschlossen hat, eine beispiellose Kampagne zur Dämonisierung Putins zu starten.

    Gleichzeitig sollen die Politiker und Medien in den USA damit beginnen, Trump vorzuwerfen, dass er sich in der Außenpolitik nicht auskennt und sogar von Moskau „rekrutiert“ ist.

    Leider hat die überwiegende Mehrheit der US-Medien, die gewöhnlich zu den Demokraten neigen, darunter anerkannte Zeitungen wie „New York Times“ und „Washington Post“, das Gefühl für das Maß  und die Verantwortung sowie journalistische Ethik verloren. Ihre Leitartikel sind mit präzedenzlosem Hass gegen Putin und Trump gefüllt, indem sie an die schlimmsten Vorbilder der sowjetischen Presse aus der Zeit des Kaltes Krieges erinnern. An allen Problemen der Welt war damals der US-Imperialismus schuld, während die Politik der Sowjetunion natürlich ausschließlich friedlich war.

    Nach einem unerwarteten Beschluss des FBI-Chefs James Comey, der die Untersuchung der E-Mail-Affäre Clintons wiederaufnahm, werfen Medien jetzt auch ihm Absprachen mit Putin vor. Früher war dies auch WikiLeaks-Gründer Julian Assange vorgeworfen worden. Die älteren Russen erinnern sich wahrscheinlich noch daran, dass die Bürger, die mit der Politik der Kommunisten nicht einverstanden waren, sofort als CIA-Agenten bezeichnet wurden.

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    US-Präsidentschaftswahl 2016, Hillary Clinton, Donald Trump, USA