17:01 22 November 2019
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    US-Soldaten in Afghanistan (Archivbild)

    Obama: „US-Interventionen führen oft zu noch größeren Problemen“

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    Politik
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    In manchen Fällen ist Washington nicht in der Lage, alle negativen Folgen von militärischen US-Interventionen vorauszusehen, räumte der Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, in einem Interview mit dem Satiriker und Fernsehmoderator Bill Maher beim Sender HBO ein.

    „Schlechte Dinge passieren auf der ganzen Welt, und unser natürlicher Instinkt sagt uns, dass wir etwas tun müssen. Es gibt Zeiten, wo unsere Interventionen etwas bringen. Aber oft können unbeabsichtigte Konsequenzen zu mehr Problemen führen, wenn wir eingreifen. Herauszufinden, welche Folgen unsere Handlungen haben können, ist eine der größten Herausforderungen, die jeder Präsident hat“, sagte Obama

    Manchmal seien jedoch militärische Eingriffe unabdingbar, um US-Bürger vor terroristischen Gefahren zu beschützen, fügte er hinzu.

    2014 hatte Obama bei einer Ansprache versprochen, dass keine US-Truppen „auf fremdem Boden“ kämpfen würden. Im Dezember vergangenen Jahres teilte Obama im Gespräch mit dem TV-Sender CBS jedoch mit, dass er eine Entsendung von Spezialtruppen nach Syrien nicht ausschließe. „Wissen Sie, als ich sagte ‚keine US-Stiefel auf fremden Boden‘, hat das amerikanische Volk grundsätzlich verstanden, dass wir keine Invasion im Stil des Iraks in Syrien vorhaben, mit Bataillonen, die sich quer durch die Wüste bewegen“, so der US-Präsident.

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    Tags:
    Terrorismus, Barack Obama, Naher Osten, USA