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03:15 18 August 2019
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    US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton bei einem Wahlkampfauftritt in Manchester, New Hampshire

    36 Stunden vor Wahltag: Clinton in E-Mail-Affäre entlastet

    © REUTERS / Brian Snyder
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    Das FBI hat die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, in der E-Mail-Affäre entlastet, meldet AFP. Ihr Rivale von den Republikanern, Donald Trump, reagierte verärgert auf die Intervention der Bundespolizei so kurz vor dem Wahltag.

    In der neu entdeckten Korrespondenz haben die Ermittler keine Hinweise auf strafbare Handlungen der Kandidatin gefunden, zitierte die Agentur am Sonntag den FBI-Direktor James Comey. Auf Ermittlungen könne verzichtet werden, hieß es. Comey gab seine Entscheidung in einem Brief an den Kongress bekannt – also gut 36 Stunden vor Öffnung der ersten Abstimmungslokale am Dienstag.

    Seit der Entdeckung der neuen E-Mails habe das zuständige FBI-Team „rund um die Uhr gearbeitet“, teilte er mit. „In diesem Prozess haben wir alle Kommunikation überprüft, die von oder für Hillary Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin getätigt wurde.“ In der Folge dieser Überprüfungen bleibe das FBI bei seiner im Juli getroffenen Einschätzung, dass gegen Clinton kein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden müsse.

    Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump, hat daraufhin dem FBI politische Motive für die jüngste Entscheidung unterstellt.

    „Sie wird protegiert von einem manipulierten System“, sagte Trump auf einer Wahlveranstaltung in Michigan. „Hillary Clinton ist schuldig, sie weiß es, das FBI weiß es, die Leute wissen es.“

    Clinton selbst hat bei einem Wahlkampfauftritt in Cleveland die neue Entwicklung in dem Fall nicht kommentiert. Ihre Berater reagierten aber erleichtert. „Wir sind froh, dass die Angelegenheit nun geklärt ist“, sagte Wahlkampfdirektorin Jennifer Palmieri in Clintons Flugzeug gegenüber Reportern.

    ​„Ich glaube, das FBI hat Hillary Clintons E-Mails genauso gelesen, wie ich die Geschäftsbedingungen für zufällige Dinge lese und unterschreibe“, meinte der Nutzer George Bakhos.

    ​„Ich kann nicht verstehen, warum immer noch nach Julian Assange gefahndet wird, wenn Hillary Clinton den Präsidentenposten anstrebt“, meinte ein anderer Twitter-Nutzer.

    ​„In dieser Stunde habe ich zum ersten Mal daran gedacht, meine Stimme für Trump abzugeben“, schrieb eine Twitter-Nutzerin, die zuvor wohl Clinton-Anhängerin gewesen war.

     

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    Tags:
    E-Mail-Skandal, Ermittlung, US-Präsidentschaftswahl 2016, FBI, Donald Trump, Hillary Clinton, USA