21:54 14 Dezember 2019
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    Moskau: HRW-Bericht über Luftangriff auf Schule in Idlib ist „Informationseinwurf“

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    Der Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, demzufolge die angeblich am 26. Oktober erfolgte Bombardierung einer Schule im syrischen Haas als „Kriegsverbrechen“ gewertet werden kann, ist laut dem russischen Verteidigungsministerium eine gezielte Desinformation. Dies teilte der Sprecher der Behörde, Igor Konaschenkow, mit.

    „Die nach über einer Woche von Human Rights Watch veröffentlichten weiteren Anschuldigungen wegen eines ‚Kriegsverbrechens‘, wo gewisse Telefoninterviews mit sieben Betroffenen als neue ‚Beweise‘ figurieren, halten keinerlei Kritik stand und sind ein weiterer ‚Informationseinwurf‘“, betonte Konaschenkow.

    Er verwies darauf, dass Russlands Verteidigungsbehörde bereits am 27. Oktober „erschöpfende und absolute Foto-Fakten einer Drohne“ veröffentlicht habe, die davon zeugen, „dass es keinerlei Spuren einer Bombardierung der Schulgebäude in Haas gibt“. „Mehr noch, bisher wurden nicht einmal indirekte Beweise für die Anwesenheit von Kindern nicht nur in diesen Gebäuden, sondern in Haas selbst vorgelegt“, so Konaschenkow. 

    Der Sprecher der russischen Militärbehörde wies außerdem darauf hin, dass die Provinz Idlib und darunter die Ortschaft Haas nicht das erste Jahr von den Terroristen der Al-Nusra-Front kontrolliert würden.

    „Dass auf dem von der syrischen Filiale der Al-Qaida kontrollierten Territorium und unter den Bedingungen der Kampfhandlungen die noch von der Regierung Baschar al-Assads errichteten weltlichen Schulen weiterhin funktionieren würden, können nur offensichtliche Lügner oder Irre sagen“, ergänzte Konaschenkow.

    Am 27. Oktober hatte das UN-Kinderhilfswerk (Unicef) mitgeteilt, dass bei Angriffen auf Schulgebäude in der Provinz Idlib 28 Menschen den Tod gefunden hätten. Unicef-Direktor Anthony Lake hatte daraufhin betont, es handele sich möglicherweise um die bisher tödlichste Attacke auf eine Schule im Lande seit dem Ausbruch des Konflikts im Jahr 2011. Die Medien machten sofort die russische Seite für diese Angriffe verantwortlich.

    Wie der Sprecher der russischen Verteidigungsbehörde seinerseits erklärte, entsprechen die Unicef-Informationen nicht den Tatsachen. Zudem sollen die von den westlichen Medien veröffentlichten Videoaufnahmen der angeblichen Bombardierung aus über zehn Teilen zusammengeschnitten worden sein.

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    Tags:
    Unicef, Human Rights Watch (HRW), Igor Konaschenkow, Idlib, Russland, Syrien