09:31 19 Juni 2019
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    US-Luftschläge in Syrien (Archivbild)

    Clinton wird Syrien-Konflikt weiter entfachen – Syrischer Ex-Botschafter

    © REUTERS / Osman Orsal
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    Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton wird im Falle ihres Sieges Washingtons Politik der Entfesselung eines Krieges in Syrien fortsetzen, wie der ehemalige syrische Botschafter in den USA, Imad Moustapha, in einem Interview mit der Agentur Sputnik sagte.

    „Die Entfesselung des Krieges wird sich in noch stärkerer Unterstützung von Terroristen unter dem Deckmantel der ‚gemäßigten Opposition‘ wiederspiegeln. Das bedeutet, dass sie mit noch mehr Waffen, Ausrüstung und Geld versorgt werden, während die direkte US-Waffengewalt in Syrien noch aktiver ‚aus Versehen‘ oder auch absichtlich zum Einsatz kommen wird“, sagte Moustapha.

    Dem Ex-Botschafter zufolge wird Donald Trump, sollte er zum Präsidenten gewählt werden, zunächst an seinem politischen Kurs der Nichteinmischung in den Syrien-Konflikt festhalten. Doch sei es nicht auszuschließen, dass die nationalen Machtstrukturen, die sich mit den Fragen der Sicherheit befassen, auch ihn schrittweise zu ihrem Handlungsplan anstoßen würden.

    In Syrien tobt seit 2011 ein Krieg, der laut Uno-Angaben bereits bis zu 300.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen die islamistischen Terrormilizen Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS), al-Nusra-Front und andere, auch vom Westen unterstützte Rebellen gegenüber.

    Die USA und ihre Verbündeten bombardieren seit 2014 Syrien – ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus – und deshalb völkerrechtswidrig. Nach US-Darstellung richteten sich die Angriffe gegen den „Islamischen Staat“, der jedoch seit Beginn des von den USA geführten Einsatzes sogar expandieren konnte.

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    Tags:
    Gewalt, Waffenlieferungen, Opposition, Krieg, Syrien-Konflikt, Hillary Clinton, Syrien, USA