18:28 04 Juli 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (142)
    8931
    Abonnieren

    Moskau lehnt die Anschuldigungen eines angeblich künstlichen Einfrierens des Konflikts in der Ukraine ab. Mit diesen Vorwürfen soll das Problem, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, nur einem anderen in die Schuhe geschoben werden.

    „Heute ist es notwendig, sich energisch um den Wiederaufbau des gegenseitigen Vertrauens in Europa zu bemühen, welches durch die internen Krise in der Ukraine untergraben wurde“, sagte Lawrow bei dem internationalen Seminar „Potsdamer Treffen“, organisiert vom Russischen Rat für Auswärtige Angelegenheiten. 

    „Russland ist mehr als alle anderen an einer Lösung des Konflikts nahe den eigenen Grenzen interessiert, obwohl ab und zu Behauptungen zu hören sind, dass wir diesen Konflikt künstlich hinziehen und für immer in eingefrorenem Zustand halten wollten“, so Lawrow. 

    Die ukrainischen Behörden hatten im April 2014 eine militärische Operation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk begonnen, die ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Der Anlass dafür war der nationalistisch geprägte Umsturz in Kiew, bei dem Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet wurde. Laut den Vereinten Nationen sind bei dem bewaffneten Konflikt in der Ostukraine mehr als 9.400 Menschen ums Leben gekommen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (142)

    Zum Thema:

    Poroschenko: Ab jetzt nur noch Vertragssoldaten an Donbass-Front
    Wahlen im Donbass verschoben: Donezk und Lugansk stimmen Steinmeier-Formel zu
    Russland schickt den 57. Hilfskonvoi in den Donbass
    „Motorola“-Mord in Donezk – Wendepunkt im Donbass-Krieg?
    Donezk: Kiew verlegt polnische Söldner zur Trennlinie im Donbass