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    US-Soldaten in Irak

    Auch 12 Jahre später: Iraker leiden unter Folgen von Uranmunition der USA

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    Auch zwölf Jahre nach der Zweiten Schlacht von Falludscha im Irak 2004 leiden die Einwohner unter den Folgen des Einsatzes von Uranmunition durch die USA, wie die Agentur RT berichtet.

    Einigen Berichten zufolge wurden bei der Schlacht, die auch Operation Phantom Fury genannt wird und als einer der blutigsten Kämpfe des Irakkriegs gilt, Chemiewaffen eingesetzt. Eine Reihe von Forschern führt RT zufolge angeborene Missbildungen bei irakischen Kindern und gesundheitliche Probleme der Einwohner insbesondere auf den Einsatz von panzerbrechender Uranmunition durch die USA zurück. Das abgereicherte Uran, das bei Luftangriffen eingesetzt worden sei, stelle eine Gefahr für Menschen dar und führe unter anderem zu Krebs, Fehlgeburten und Missbildungen bei Kindern.

    Washington tue aber alles Mögliche, um die Folgen des Einsatzes von abgereichertem Uran herunterzuspielen, ist der Vertreter des Europäischen Komitees für Strahlenrisiken Professor Christopher Busby überzeugt.

    “Es wird immer offensichtlicher, dass Uran sehr ernsthafte genetische Folgen hat, die von den Behörden bis heute nicht berücksichtigt werden“, zitiert RT Busby. Die Amerikaner, insbesondere das US-Militär, seien aber die letzten, die auf diese Folgen Rücksicht nehmen würden, so der Professor weiter.

    „Sie wollen diese ‚magischen Waffen‘ nicht loswerden. Sie kämpfen mit allen Mitteln, auch wissenschaftlich, um zu zeigen, dass es dieses ernsthaften Problem nicht gebe“. Es gebe „Deckung“ auf hoher Ebene in den USA.

    „Angesichts eines solchen politisierten Faktors hat die US-Regierung keine Forschungen zu diesen Fragen unterstützt und hat es abgelehnt, jegliche Verantwortung zu übernehmen“, sagte Ross Caputi, ein Veteran der US-Marine, der am zweiten Kampf in Falludscha teilgenommen hatte, gegenüber RT.

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    Tags:
    Krebs, Munition, Uran, Falludscha, Irak, USA