17:33 17 Februar 2020
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    Äußere Kräfte beeinflussen die Situation in Hongkong, meinen einige von Sputnik befragte russische Experten. Am Dienstag forderte der amtliche Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lu Kang, die „entsprechenden Länder“ auf, sich nicht in die inneren Angelegenheiten Hongkongs einzumischen.

    Zuvor hatte das US-Außenamt „Enttäuschung“ im Zusammenhang mit Handlungen der chinesischen Behörden angesichts der politischen Situation in Hongkong geäußert, meldete AP. Die Agentur zitierte Ministeriumssprecher Mark Toner, der Peking aufgerufen hatte, von Handlungen abzusehen, die das „Vertrauen zum Prinzip ‚Ein Land – zwei Systeme‘ unterhöhlen“. Eine offene Gesellschaft mit maximaler Autonomie der politischen und der Gerichtsmacht sei „für die Erhaltung der Stabilität und für das Gedeihen von Hongkong wichtig“, sagte Toner.

    Der stellvertretende Direktor des Instituts der GUS-Länder, Wladimir Jewsejew, wertet die Erklärung des State Departments als eine Aufwiegelung und eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas: „Es liegt klar auf der Hand, dass die USA bestrebt sind, die Situation in Hongkong zu destabilisieren. Washington nutzt jede Möglichkeit, um China Probleme zu schaffen. Das betrifft Xinjiang, Tibet, Taiwan und Hongkong. Das ist offenkundig eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas… Unter diesen Bedingungen hat Peking das Recht, Ordnung (auf diesen Territorien) wiederherzustellen.“

    „Zugleich möchte ich betonen, dass China dabei die Armee nicht einsetzt. Probleme werden mit Hilfe der Polizei gelöst… In jedem Fall sind die Maßnahmen nicht härter, verglichen mit dem Vorgehen der USA auf eigenem Territorium“, sagt Jewsejew.

    Die Einmischung in die Angelegenheiten Hongkongs habe vor etwa acht Jahren begonnen, meint der Leiter der Schule für Orientalistik bei der Höchsten Wirtschaftsschule, Alexej Maslow.,,Das erfolgte in erster Linie mit der Gründung verschiedener Fonds und mit der Durchführung diverser Trainings auf der Basis der Universität Hongkong und der Chinesischen Universität Hongkong (CUHK). Geschult wurde vor allem von Experten US-amerikanischer oder britischer Abstammung. Liberale Gesetze in Hongkong ermöglichen es, Bildungsaktivitäten auch ohne zusätzliche Lizenzen zu betreiben.“

    Das werde von verschiedenen ausländischen Fonds und von US-Geheimdiensten umfassend missbraucht, die versuchten, die öffentliche Meinung in Hongkong zu manipulieren. „Das Ziel besteht darin, die Situation in China als Ganzes zu destabilisieren und der Welt zu zeigen, dass die Menschenrechte und –freiheiten in China mit Füßen getreten werden“, sagt Maslow.

     

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    Tags:
    Einmischung, Destabilisierung, Hongkong, USA, China