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    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (142)
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    Der Staatschef der Ukraine Petro Poroschenko wiederholt es immer wieder gern: Die ukrainischen Streitkräfte gehören zu den schlagkräftigsten Armeen auf dem Kontinent. Wie die Pressesprecherin des Verteidigungsministeriums Oksana Gawriljuk zugibt, fehlt es dem Militär jedoch an Winterbekleidung.

    „Die ukrainischen Soldaten wurden angezogen, ausgebildet, sind satt und bewaffnet“ – ein sich immer aufs Neue wiederholender Refrain in den Reden von Petro Proschenko, der so offenbar eine Trennlinie zwischen der ehemaligen „Oligarchen-Regierung“ und seiner Amtszeit ziehen möchte.

    Dass diese Aussagen oft auf Wunschdenken beruhen, könnte wohl das Eingeständnis der Sprecherin des ukrainischen Verteidigungsministeriums bestätigen: Es fehle nämlich an Winterjacken, warmen Mützen und spezieller Unterwäsche. Diese seien bei dem Produzenten zwar längst bestellt, doch bislang nicht geliefert worden.

    „Zum heutigen Zeitpunkt sind die Militärs, die an der Militäroperation im Donbass teilnehmen, zu 90 Prozent mit warmer Kleidung ausgestattet“, so die Sprecherin. Insbesondere fehlen ihnen Wintermützen, gefütterte Jacken und warme Unterwäsche. Normale Mützen und Oberbekleidung hätten die Soldaten genügend; diese seien noch im Herbst verteilt worden.

    „Das Ministerium rechnet damit, dass die Hersteller sich wohl beeilen werden und die notwendige Kleidung Mitte diesen Monats bereitgestellt wird“, fügte sie hinzu.

    Die Anweisung, Winterkleidung zur Verfügung zu stellen wurde noch am 15. Oktober erlassen. In diesem Zusammenhang habe der Verteidigungsminister der Ukraine, Stepan Poltorak, inzwischen eine Überprüfung der Armeebekleidung in Auftrag gegeben.

    Die ukrainischen Behörden hatten im April 2014 eine militärische Operation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk begonnen, die ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Der Anlass dafür war der nationalistisch geprägte Umsturz in Kiew, bei dem Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet wurde. Laut den Vereinten Nationen sind bei dem bewaffneten Konflikt in der Ostukraine mehr als 9.400 Menschen ums Leben gekommen.

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    Armee, Petro Poroschenko, Donbass, Ukraine