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09:41 22 September 2019
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    Kurden in Syrien

    Kurden haben Plan für vom IS befreites Rakka

    © AFP 2019 / Bulent Kilic
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    Die „Demokratischen Kräfte Syriens“ (SDF) streben eine Aufnahme Rakkas nach dessen Befreiung vom so genannten "Islamischen Staat" in ihre föderale Region an, falls die Einwohner dieser Stadt diese Idee befürworten sollten. Das geht aus Äußerungen des Vertreters der syrischen kurdischen Partei „Demokratische Union“ Abd Salam Ali hervor.

    Die SDF, denen hauptsächlich kurdische Abteilungen, darunter Kräfte der Demokratischen Union  angehören, hatten am 6. November den Beginn einer Offensive bei Rakka verkündet. Dabei genießen sie die Unterstützung der von den USA angeführten Anti-IS-Koalition. Das gab allerdings der Türkei, die bekanntlich Washingtons Verbündeter in der Nato ist, Anlass zur Sorge, dass Rakka nach der Befreiung vom IS weiter unter Kontrolle der Kurden bleiben könnte.

    Der türkische Vizepremier Numan Kurtulmus erklärte beispielsweise, Frieden würde in die Region nicht kommen, falls die Kurden Rakka unter ihre Kontrolle nähmen. Dabei hatte der syrische Abgeordnete Dschamal Rabia zuvor erklärt, Damaskus halte den SDF-Einsatz für illegal und betrachte ihn als eine Gefahr für die nationale Souveränität Syriens. 

    „Darüber werden die Stadteinwohner entscheiden. Falls sich die Menschen für die Präsenz der SDF in Rakka aussprechen, werden sie bleiben. Der größte Teil der Kämpfer wird sowieso aus der Stadt herausgeführt, und damit handelt es sich um die Anwesenheit von Kräften, die für Ordnung sorgen werden. Was die Verwaltungsgremien angeht, so könnte ein Militärrat diese Funktion übernehmen“, sagte Abd Salam Ali gegenüber der Zeitung "Iswestija". Ein solcher Militärrat sei bereits in Manbidsch nach dessen Befreiung vom IS gebildet worden, ergänzte er. „Ähnlich werden wir auch bei der Aufnahme Rakkas in die föderale Region vorgehen.“

    Im März war in der Stadt Rumaila (Provinz Haseke) das so genannte „demokratische System Rodschawas und Nordsyriens“ ausgerufen worden. Dafür hatten sich in Rumaila etwa 200 Delegierte aus dem ganzen Norden Syriens versammelt, die das syrische Kurdistan sowie mehrere andere nationale Gemeinden, die Städte Aleppo, al-Schanbe usw. vertraten. Es war geplant, dass dieser Bund einzelne Gemeinden sowie ihre Volksheere vereinigen würde.

    Damaskus bezeichnete aber die Bildung der föderalen Region im Norden des Landes durch die Kurden illegal. Zuvor hatte der syrische Botschafter in Russland, Riad Haddad, erklärt, dass die meisten syrischen Kurden für die territoriale Integrität des Landes einträten.

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    Kurdenpartei PYD, Terrormiliz Daesh, Rakka, Syrien