02:08 01 April 2020
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    Obwohl Russland gute Beziehungen zu den USA anstrebt, heißt das nicht, dass nach der Wahl des neuen US-Präsidenten alle Probleme einfach verschwinden, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch sagte.

    „Um die Beziehungen zu verbessern, sollte man diese zuerst einmal vom „Regal“ holen, auf dem sie sich jetzt befinden. Es ist offensichtlich, dass die Beziehungen in letzter Zeit stark degradiert sind, und nicht durch unser Verschulden“, sagte Peskow im Gespräch mit Journalisten.

    Moskau wolle zwar gute Verhältnisse zu den USA pflegen, doch dieser Wunsch werde nicht immer von den USA erwidert. Darauf angesprochen, was Moskau von Trumps Wahlsieg erwartet, sagte Peskow, Russland gehe es darum, gegenseitig vorteilhafte Beziehungen aufzubauen.

    „Das bedeutet aber nicht, dass alle heiklen Fragen in unseren bilateralen Beziehungen über Nacht von der Tagesordnung verschwinden, es wäre dumm, so zu glauben“, betonte der Präsidentensprecher.

    Peskow verzichtete allerdings darauf, Kiews Beziehungen zu der neuen US-Administration zu kommentieren. Diese Frage sollte man lieber Washington stellen, betonte er. Er merkte allerdings an, dass eine Erweiterung des Normandie-Formats nach dem Machtwechsel in den USA nicht geplant sei: „Soweit ich weiß, hat kein Mitglied des Normandie-Formats gesagt, dass dessen Erweiterung sinnvoll wäre. Bislang gehen alle davon aus, dass dieses Format das Beste für die Beilegung der Ukraine-Krise ist.“

    Am 8. November 2016 ist der Republikaner und Milliardär Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt worden. Die Demokraten-Kandidatin und Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton gewann vorläufigen Hochrechnungen zufolge 218 Wahlmännerstimmen für sich, Trump ganze 278. Für einen eindeutigen Wahlsieg reichten 270 aus

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    Tags:
    Normandie-Format, Beziehungen, Kreml, Donald Trump, Dmitri Peskow, Kiew, Russland, USA, Moskau