11:53 16 Dezember 2019
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    Russischer Kampfjet Su-34 auf dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim, Latakia, Syrien

    Kreml bekräftigt: Keine russischen Flüge mehr über Syrien

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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    Der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, hat am Mittwoch gegenüber Journalisten bestätigt, dass die russische Luftwaffe bereits seit Mitte Oktober keine Flüge über Syrien absolviert.

    „Die Verhängung humanitärer Pausen hängt von der Sachlage vor Ort ab. Wie Sie aber wissen, absolviert unsere Luftwaffe derzeit keine Flüge über Syrien. Sie wissen, dass Präsident Wladimir Putin über die Zweckmäßigkeit von derartigen Pausen aus humanitären Gründen gesprochen hat“.   

    Darüber hinaus hoffe der Kreml auf gegenseitiges Verständnis mit der neuen US-Administration zur Lage in Syrien.

    „Ich wiederhole erneut, wir werden noch ein paar Monate mit der jetzigen Administration, dem jetzigen Präsidenten arbeiten. Die Situation entwickelt sich so, dass sie keine Pausen duldet“, so Peskow.  

    Am 5. November hatte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, mitgeteilt, dass weder die russische noch die syrische Luftwaffe seit 19 Tagen in Syrien fliegen würde. Und dies obwohl die Terrorkämpfer einen humanitären Korridor im Westen der Castello-Straße in Aleppo unter Beschuss genommen, und dabei zwei russische Soldaten verletzt hätten.

    Am 2. November hatte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu für den 4. November eine erneute humanitäre Pause in Aleppo angekündigt. Das Ministerium wandte sich damit auch direkt an die Extremistenführer und forderte von ihnen, die Stadt über die dafür vorgesehenen Evakuierungswege samt ihrer Waffen zu verlassen. Die Terrorgruppierungen hatten die Forderung allerdings abgelehnt.

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    Tags:
    humanitäre Pause, Igor Konaschenkow, Sergej Schoigu, Wladimir Putin, Dmitri Peskow, USA, Syrien, Russland