19:52 01 Oktober 2020
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    Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat in der Hafenstadt Sewastopol auf der Krim eine Sabotagegruppe des ukrainischen Verteidigungsministeriums festgenommen, wie der FSB am Donnerstag auf seiner Webseite meldete. Den Verhafteten wird vorgeworfen, Sabotageakte gegen Militärobjekte auf der Halbinsel vorbereitet zu haben.

    „Der Föderale Sicherheitsdienst der Russischen Föderation hat am 9. November 2016 in der Stadt Sewastopol Mitglieder einer terroristischen Sabotagegruppe der Hauptverwaltung für Aufklärung des Verteidigungsministeriums der Ukraine festgenommen, welche Sabotageakte gegen Objekte der Militärinfrastruktur und lebenswichtige Objekte der Halbinsel Krim planten“, heißt es in der Mitteilung.

    Bei den Festgenommenen seien „Sprengsätze mit großer Sprengkraft, Waffen und Munition, Kommunikationsmittel und andere Beweisstücke ihrer kriminellen Tätigkeit beschlagnahmt worden, darunter Karten mit gekennzeichneten Zielobjekten für Sabotageakte“.

    Gegenwärtig werde über die nun zu treffenden Maßnahmen entschieden. Die Ermittlungen werden fortgesetzt, wie aus der Behörde verlautete.

    Ende des Sommers 2016 hatte der FSB bereits Terroranschläge auf der Krim vereiteln können, die dieselbe ukrainische Militärbehörde geplant habe. Insbesondere seien am  7. und 8. August  mehrere Versuche von Sabotagegruppen unterbunden worden, aus ukrainischem Territorium auf die Krim einzudringen, wobei ein russischer Militärangehöriger und ein FSB-Mitarbeiter ums Leben kamen. 

    Laut den Angaben des FSB wurde damals ein Organisator dieser Aktionen festgenommen – Jewgeni Panow, Bewohner des Gebiets Saporishshja und Mitarbeiter der Hauptverwaltung für Aufklärung des Verteidigungsministeriums der Ukraine. Er habe seine Schuld gestanden und ausgesagt. Die Angehörigen des Ukrainers erklärten indes, man habe seine Aussagen durch Folter erpresst.

    Ein Bewohner der Krim, Andrej Sachtej, hatte laut Angaben der russischen Geheimdienste damals die Arbeit der Sabotagegruppe gewährleistet. Bei der Durchsuchung seines Autos waren im Ersatzrad drei Kilogramm Sprengstoff, Granaten, SIM-Karten für Handys und auch Handys selbst entdeckt worden. Sachtejs Angehörige erklärten indes, er sei ein gewöhnlicher Taxifahrer.

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    Tags:
    Saboteur, Sprengsatz, Munition, Waffen, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Sewastopol, Krim