15:59 25 Januar 2020
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    Die syrische Regierung will nach eigenen Angaben mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump zusammenarbeiten. Der 70-jährige Multimillionär, der am Mittwoch die amerikanische Präsidentschaftswahl gewann, hatte zuvor Amerikas Vorgehen in Syrien kritisiert und sich für eine Bekämpfung des Terrorismus stark gemacht.

    Unter dem scheidenden Staatschef Obama fliegen die USA Luftangriffe auf Syrien und wollen Präsident Baschar al-Assad zu Fall bringen.
    Assads Beraterin Bouthaina Shaaban sagte am Donnerstag, Damaskus werde mit dem designierten US-Präsidenten Trump kooperieren, wenn er die Hoffnungen von Damaskus nicht enttäusche. Im Wahlkampf hatte Trump das US-Vorgehen in Syrien kritisiert.

    „Damaskus hofft darauf, dass die USA unter Präsident Trump einen aktiven Kampf gegen den Terrorismus beginnen werden“, sagte Shaaban. „Wenn Trumps Politik unseren Erwartungen entspricht, ist Damaskus für jede Zusammenarbeit mit den USA offen.“

    In Syrien tobt seit 2011 ein Krieg, der laut Uno-Angaben bereits bis zu 300.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen die islamistischen Terrormilizen Daesh (auch Islamischer Staat, IS), al-Nusra-Front und andere, aber auch vom Westen unterstützte Rebellen gegenüber.

    Die USA und ihre Verbündeten bombardieren seit 2014 Syrien – ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus und deshalb völkerrechtswidrig. Nach US-Darstellung richteten sich die Angriffe gegen den „Islamischen Staat“, der jedoch seit Beginn des von den USA geführten Einsatzes sogar expandieren konnte.

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