18:35 26 Juli 2017
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    Warum US-Geheimdienste vor Trump Angst haben

    © AFP 2017/ Robyn Beck
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    Donald Trump wird US-Präsident (182)
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    Mitarbeiter der amerikanischen Geheimdienste fürchten sich vor dem neuen US-Präsidenten Donald Trump, da dieser jetzt auch mit echten Staatsgeheimnissen vertraut gemacht werden muss. Dies schreibt die Zeitung „The Washington Post“ am Donnerstag unter Berufung auf eigene Quellen.

    „Ich werde heute mit angehaltenem Atem, fast von Furcht ergriffen arbeiten“, erzählte demnach ein Beamter. „Es ist die Furcht vor dem Ungewissen… Wir wissen nicht, was in den nächsten vier Jahren oder selbst in den nächsten Monaten geschehen wird“, zitiert die Zeitung einen ranghohen Vertreter der Sicherheitsbehörden.

    Diese müssten nun ein Briefing für Trump durchführen, um ihm Geheiminformationen zu geben, die nur der Landesführung zugänglich sind, darunter Informationen über Terrorgruppen, abgefangene Mitteilungen von Spitzenpolitikern der Welt, Ergebnisse der Satellitenaufklärung und vieles andere. Ein erstes solches Briefing soll bereits am 11. November stattfinden, bei dem Trump dieselben Informationen erhalten wird, wie sie tagtäglich der amtierende Präsident Barack Obama bekommt.

    Mieses Vertrauensverhältnis

    Der frühere US-Air Force General und Ex-CIA-Chef Michael Hayden, der 2008 ein solches Briefing für Barack Obama durchgeführt hatte, sagte gegenüber der Zeitung, dass sich die Geheimdienstler mit Trump treffen würden. In all den Jahren seiner Berufstätigkeit habe es nie einen gewählten Präsidenten gegeben, der sich während des Wahlkampfes den Geheimdiensten gegenüber so geringschätzig verhalten und an der Qualität und Ehrlichkeit der Aufklärungsdaten gezweifelt habe.

    So habe Trump vor einem Treffen mit dem FBI im August noch in aller Öffentlichkeit gesagt, dass er den Geheimdienstangaben kein Vertrauen schenke. „Diese Leute haben in den letzten zehn Jahren gar nicht so viel für unser Land geleistet. Schauen Sie, was in diesen Jahren passiert ist. Das war eine Katastrophe“, äußerte er damals gegenüber dem TV-Sender Fox News.

    Am 8. November 2016 ist der Republikaner und Milliardär Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt worden, wobei er laut den jüngsten Angaben des TV-Senders CNN 290 Wahlmännerstimmen bei 270 erforderlichen erringen konnte. Offizieller Amtsantritt ist der 20. Januar 2017.

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    Tags:
    US-Präsidentschaftswahl 2016, CIA, Michael Hayden, Donald Trump, USA
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