23:18 12 August 2020
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    Die US-Mainstream-Medien wollen immer noch nicht wahrhaben, dass die Enthüllungs-Plattform WikiLeaks die US-Wahl enorm beeinflusst hat, indem sie die mediale Verschwörung der Demokraten bloßlegte. Dies sagte der frühere britische Botschafter in Usbekistan und enge Freund von Julian Assange, Craig Murray, im Gespräch mit Sputnik.

    „Ich glaube, es gibt keinen Zweifel daran, dass Julian und WikiLeaks einen großen Einfluss auf die Wahl hatten“, so Murray.

    Das Verhältnis der US-Medien zu den Demokraten bezeichnet der frühere britische Diplomat als „Kollusion“. Die jüngst veröffentlichten E-Mails der Demokraten deuteten klar darauf hin, dass Journalisten Clinton vor entscheidenden Debatten Fragen im Voraus zur Verfügung gestellt hatten, um ihr einen Vorteil gegenüber Bernie Sanders oder Donald Trump zu verschaffen.

    Eine Reihe E-Mails von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta zeigen wiederum, so Murray, dass Clintons Lager ganz bewusst die Kandidatur der Republikaner von Donald Trump, Ted Cruz und Ben Carson unterstützt hatte, in der Hoffnung, dass die unpopuläre Clinton mit einem von ihnen leichter fertigwürde. 

    Die WikiLeaks-Enthüllungen erreichten Murray zufolge besonders in den letzten Wochen eine unglaubliche Reichweite. Die Posts der Plattform seien auf Twitter 15.000 Mal geteilt worden, diese Re-Tweets seien dann von anderen Menschen verbreitet worden. Doch die US-Medien ignorierten das komplett, so der ehemalige Diplomat.

    „Ich habe mir gestern Nacht sechs Stunden lang die Analysen der US-Wahlen angesehen, nicht nur bei BBC sondern auch bei ausländischen Mainstream-Medien. In diesen sechs Stunden wurde WikiLeaks oder deren Enthüllungen kein einziges Mal erwähnt“, so Murray weiter.

    Auch während des Wahlprozesses selbst hätten die Medien diese Enthüllungen kaum erwähnt. Und wenn sie sie doch benannten, taten sie diese immer mit den Worten „das waren die Russen“ ab, um deren Inhalt nicht besprechen zu müssen.

    „Und jetzt tun sie so, als wäre das nicht passiert, sie erwähnen WikiLeaks-Enthüllungen immer noch nicht als wichtigen Faktor, der den Wahlausgang beeinflusst hat“, so der Diplomat weiter. „Die Mainstream-Medien wollen gar nicht wahrhaben, was ihnen passiert ist.“

    Die Vorwürfe gegen Moskau bezeichnet Murray derweil als totalen Unsinn und Ablenkungsmanöver Clintons. Im ihrem Fall sei nämlich Folgendes passiert: Vertreter des US-Establishment hätten die Nase voll gehabt von der Käuflichkeit der Clintons und diese Informationen darum WikiLeaks zugespielt.

    Das Clinton-Lager versuchte außerdem, so der Diplomat, für einen neuen Kalten Krieg gegen Russland zu werben, und nutzte dabei heftige antirussische Rhetorik. Trump sei zwar nicht immer konsequent gewesen, doch es sei offensichtlich, dass er versöhnliche Beziehungen zu Russland anstrebe.

    „Das amerikanische Volk hat gestern unter anderem auch die Idee eines neuen Kalten Krieges abgelehnt, und das ist etwas, was wir alle feiern sollten.“

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    Tags:
    Wahlen, Enthüllungen, Medien, WikiLeaks, Julian Assange, Donald Trump, Hillary Clinton, USA