01:42 27 Januar 2020
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    In den sozialen Netzwerken gibt es derzeit viele ironische Reaktionen auf die jüngsten Proteste gegen den neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump: Die Internet-Nutzer weisen vor allem auf die Doppelmoral der Protestler hin.

    Der Hashtag #TrumpProtest, der derzeit auf Twitter die Runde macht, wurde ursprünglich von den Unterstützern der Demokratin Hillary Clinton gestartet. Die populärsten Posts stammen inzwischen jedoch von den Gegnern der Trump-Proteste.

    „Ich trinke die liberalen Tränen der Heulsusen beim #Trump-Protest“, schreibt beispielsweise der Nutzer Mark Dice.

    ​„Zeigt mir einen Menschen, der von Trumps Sieg am Boden zerstört ist, und ich zeige euch einen Menschen, der von den Mainstream-Medien belogen wurde“, tweetet Michael Magistro.

    ​Die Nutzer deuten zudem auf einen Widerspruch hin: Die Protestler behaupteten zwar, sie seien für die Werte der Demokratie auf die Straße gegangen, doch die Protestaktionen seien doch gegen demokratische Wahlen gerichtet.

    „Ich finde es seltsam, dass so viele Liberalen, die gegen Faschismus eintreten, gleichzeitig gegen einen demokratisch gewählten Kandidaten protestieren“, schreibt Adon Olam.

    ​„Wogegen protestiert ihr? Wir hatten Wahlen, Trump hat gewonnen… Das heißt ja Demokratie!“, so ein weiterer Nutzer.

    ​Andere erinnerten an die Wahl Obamas in den Jahren 2008 und 2012. Damals seien die Republikaner ebenfalls enttäuscht gewesen und trotzdem habe es keine solchen Proteste gegeben.

    „Wir waren alle sauer, als Obama gewann… Wir haben uns aber nicht wie intolerante Fanatiker aufgeführt“, so Conservative_VW.

    ​Manche Nutzer machten sich über die Doppelmoral der Protestler sogar lustig. Einer der ironischen Kommentare lautete: „Nichts zeugt so sehr von Liebe und Toleranz für Vielfalt wie die #TrumpProteste, die mit Morddrohungen, Bränden und Wut über den Ausgang der freien Wahlen gefüllt sind.“

    ​„Die gleichen Menschen, die gesagt haben, Trump würde die Wahlergebnisse nicht akzeptieren, sind jetzt auf den Straßen und akzeptieren die Ergebnisse selbst nicht.“

    ​Einige Nutzer vermuteten sogar, dass man den Protestierenden Geld angeboten habe, damit sie auf die Straße gingen: „Falsche Empörung? Hab‘ gerade zwei Anzeigen gefunden, die für Protestler zahlen wollten.“

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    Tags:
    twitter, Proteste, Demokratie, Wahlen, Donald Trump, Hillary Clinton, USA