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    Russlands Verteidigungsamt kommentiert UN-Schreiben über humanitäre Pausen in Aleppo

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    Humanitäre Pausen in Aleppo verfolgen laut dem russischen Verteidigungsministerium das Ziel, der örtlichen Bevölkerung real zu helfen und nicht der Wiederherstellung der Kampffähigkeit der Terroristen dienlich zu sein.

    Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, kommentierte damit am Donnerstag das Schreiben der UN zu humanitären Pausen in Aleppo.

    Zudem bestätigte er, dass der für humanitäre Fragen zuständige Berater des UN-Sonderbeauftragten Steffan de Mistura, Jan Egeland, das Schreiben, welches die Bitte um eine Verlängerung der humanitären Pausen in Aleppo beinhalte, am 7. November einem russischen Vertreter in Genf übergeben habe.

    Laut Konaschenkow wurden derartige Vorschläge bereits mehrfach unterbreitet. Sie erscheinen aber jedes Mal als Versuch, einen neuen Grund für das Scheitern der Lieferung humanitärer UN-Hilfsgüter an die Bewohner Aleppos zu finden.  
    Unabhängig von „humanitären Pausen“ habe das russische Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien in den vergangenen Monaten mehr als 100 Tonnen humanitärer Hilfsgüter nach Aleppo gebracht.

    „Darüber hinaus wurde keine der ‚humanitären Pausen‘ plötzlich eingeführt“, so der Sprecher.

    Laut Konaschenkow wurden Uno-Vertreter über das Datum und den Termin einer weiteren humanitären Pause, die Öffnung der Korridore für die Evakuierung von Zivilisten bzw. Kämpfern, die Anzahl von Bussen, Rettungswagen, Feldküchen und Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit im Voraus informiert. Wenn jemand wirklich den Bewohnern Aleppos helfen wolle, dann tue er dies auch.

    Zuvor hatte Egeland geäußert, dass die Uno für den Transport humanitärer Hilfsgüter nach Aleppo „grünes Licht“ von allen Konfliktparteien sowie mehrere Tage für die tatsächliche Durchführung benötige.

    Am 2. November hatte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu für den 4. November eine erneute humanitäre Pause in Aleppo angekündigt. Das Ministerium wandte sich damit auch direkt an die Extremistenführer und forderte von ihnen, die Stadt samt ihren Waffen über die dafür vorgesehenen Evakuierungswege zu verlassen. Die Terrorgruppierungen hatten die Forderung allerdings abgelehnt.

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    Tags:
    Verlängerung, humanitäre Pause, Uno, Jan Egeland, Steffan de Mistura, Sergej Schoigu, Igor Konaschenkow, Syrien, Russland