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    Erdogan: Hatte Washington einen Gerichtsbeschluss, um bin-Laden zu töten?

    © AFP 2019 / Ahmad Gharabli
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    Diese Frage hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan aufgeworfen – in einem Interview mit dem Fernsehsender „Al Jazeera“.

    Die Türkei liefere alle Terroristen an die USA aus, doch die Vereinigten Staaten täten das nicht für die Türkei. „Von allen zehn US-Anfragen hat die Türkei alle erfüllt“, sagte der Staatschef dem Fernsehsender. Doch Gülen sei immer noch unter US-Schutz. „Uns wird gesagt, wir bräuchten einen Gerichtsbeschluss. Gab es etwa zu bin Laden einen?“, fragte Erdogan.

    „Sie gingen in ein anderes Land, um bin Laden zu töten. Warum? Weil er ein Terrorist ist“, so der Präsident weiter.

    Die Türkei halte ihr Wort und liefere Terroristen aus, wenn es Anfragen gebe. „Aber Extremisten, die in der Türkei gesucht werden, reisen ständig in die USA und die westlichen Länder, und keiner liefert sie aus. Das ist nicht richtig“, betonte Erdogan.

    Hintergrund: Fethullah Gülen, Anführer der gleichnamigen islamischen Bewegung, lebt seit 1999 im US-Bundesstaat Pennsylvania. 

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    Osama bin Laden wurde laut offiziellen Informationen von amerikanischen Spezialeinheiten in einem befestigten Wohnhaus im Norden Pakistans in der Nacht auf den 2. März 2011 getötet. Im Zuge des Sondereinsatzes wurde ein Hubschrauber der US-Kräfte abgeschossen.

    Einer weiteren Version zufolge war Osama bin Laden tot, bevor die Spezialeinheiten das Haus stürmten. Bin Laden bekannte sich zu zahlreichen Terroranschlägen – einschließlich der Anschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001, bei denen 3.000 Menschen getötet wurden.

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    Tags:
    Sadam Hussein, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, USA