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    Flugschreiber des bei Smolensk abgestürzten polnischen Präsidentenjets

    Neuermittlung zu Jetabsturz bei Smolensk von Verschwörungsidee diktiert - Journalist

    © RIA Novosti . Georgiy Kurolesin
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    Polnische Präsidentenmaschine bei Smolensk abgestürzt (169)
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    Der Chefredakteur der polnischen Zeitschrift „Przeglad Lotniczy-Aviation Revue”, Michal Setlak, hat sich in einem Interview für Sputnik Polska zu der Entscheidung der einheimischen Staatsanwaltschaft geäußert, die sterblichen Überreste des 2010 bei Smolensk verunglückten polnischen Präsidenten Lech Kaczynski zu exhumieren.

    Wie die Zeitung „Gazeta Polska“ am Mittwoch behauptete, hatten die polnischen Behörden die Informationen über Trotyl-Spuren an den Wrackteilen der Unglücksmaschine verschwiegen. Ihr Ziel sei die Zusammenarbeit mit (dem russischen Präsidenten) Wladimir Putin gewesen, hieß es.

    „Die polnische Staatsanwaltschaft steht momentan unter dem gleichen Einfluss wie die Massenmedien, zu denen die ‚Gazeta Poslka‘ zählt“, so Setlak.

    Was die angeblichen Trotyl-Spuren an den Jet-Trümmern betreffe, so sei all das Gegenstand eingehender Ermittlungen durch die Hauptmilitärstaatsanwaltschaft gewesen, sagte der Journalist. Ihm zufolge wurde die Untersuchung im kriminalistischen Labor der Polizei durchgeführt.

    Es sei anhand modernster Methoden festgestellt worden,  dass es an den Jet-Wrackteilen und den im Flugzeug befindlichen Gegenständen keine Spuren von Sprengstoff beziehungsweise von bei einer Explosion entstehenden Substanzen gegeben hatte, so Setlak. Auch habe es keinerlei Merkmale einer Explosion gegeben, ergänzte der Journalist.

    Bezüglich der geplanten Exhumierung der Opfer der Flugzeugkatastrophe sagte Setlak, die Idee bestehe darin, in der Öffentlichkeit die Meinung zu schaffen, dass der Fall bis jetzt nicht geklärt sei und nach Zeichen eines  Attentats gesucht werden müsse.

    200 Angehörige der Opfer des Flugzeugunglücks 2010 bei Smolensk haben gegen die Entscheidung der polnischen Staatsanwaltschaft protestiert, die sterblichen Reste von Lech Kaczynski zu exhumieren.

    Kürzlich war offiziell berichtet worden, dass an den Wrackteilen der Unglücksmaschine Trotyl-Spuren entdeckt worden seien und dass die Geheimdienste diese Information verschwiegen hätten.

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    Sprengstoffspuren, Explosion, Staatsanwaltschaft, Lech Kaczynski, Wladimir Putin, Polen