03:35 11 Dezember 2019
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    Berlin: Einsatz chemischer Waffen in Syrien darf nicht unbestraft bleiben

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    Situation in Syrien (2016) (851)
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    Der Exekutivrat der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) hat Chemiewaffen-Einsätze durch die syrische Armee und die Terrormiliz IS, wie sie die vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eingesetzte Kommission nachgewiesen hat, scharf verurteilt. Darauf wies eine Außenamtssprecherin am Freitag in Berlin in einer Erklärung hin.

    „Wer immer diese menschenverachtenden Waffen einsetzt, begibt sich damit nicht nur außerhalb der Wertevorstellungen der Völkerfamilie, sondern muss zur Verantwortung gezogen werden. Dies fordert auch der jüngste Bericht des Joint Investigative Mechanism (JIM) unmissverständlich."

    "Das wird nicht ohne die Einigkeit des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen gelingen. Wir appellieren darum an die Entschlossenheit und Geschlossenheit aller seiner Mitglieder und der gesamten internationalen Gemeinschaft, die heute ein unmissverständliches Signal gesetzt hat“, hieß es in der Erklärung."

    Zuvor am Freitag hatte General Igor Konaschenkow vom russischen Verteidigungsministerium in Moskau gesagt, Angehörige der russischen ABC-Truppen hätten im Südwesten des umkämpften Aleppo Beweise dafür entdeckt, dass Terroristen chemische Waffen einsetzten. „Alle Analyse-Ergebnisse von Bodenproben und Munitionssplittern, die die Anwendung chemischer Waffen durch Kämpfer in Aleppo beweisen, werden ordnungsmäßig der Organisation für das Verbot chemischer Waffen übergeben werden“, so Konaschenkow. Er rief die OVCW dazu auf, unverzüglich auch eigene Experten nach Aleppo zu entsenden.

     

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    Chemiewaffen, Erklärung, Bundesministerium des Äußeren, Igor Konaschenkow, Syrien, Deutschland, Russland