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    Terrorgefahr in Europa (2016) (232)
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    Der Bundesnachrichtendienst (BND) warnt vor der weiterhin bestehenden, großen Gefahr durch eingeschleuste Kämpfer der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS). Die Terroristen würden gezielt vorbereitet, um auf ihrer Reise nach Europa als klassische Flüchtlinge anerkannt zu werden und Asyl zu beantragen. Das berichtet die „Welt am Sonntag“.

    Demnach soll beispielsweise das Verhalten der IS-Kämpfer trainiert werden, um bei Befragungen durch Polizisten nicht erkannt zu werden. Auch beim Stellen eines Asylantrages sollen sie als Flüchtlinge durchgehen und nicht anderweitig auffallen. Der BND habe sich auf Anfrage der Zeitung zu den möglich Hintergründen allerdings nicht äußern wollen.

    Wie die Zeitung schreibt, befindet sich ein Jahr nach den Terroranschlägen in Paris der mutmaßliche Bombenbastler weiterhin auf der Flucht. Der Mann soll, wie auch die acht anderen Attentäter, als Flüchtling getarnt nach Europa gekommen sein. Dabei seien alle über die Balkanroute und Österreich bis nach Deutschland gereist, wo der Franzose Saleh Abdeslam später den Bombenbauer und zwei weitere Männer in Ulm abgeholt habe. Unter Verweis auf Ermittler berichtet die Zeitung, der dritte Mann sei bis heute verschwunden. Er habe Europa womöglich wieder verlassen und sei bereits wieder in Syrien.

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    Tags:
    Flüchtling, Terrorgefahr, Asyl, Terrormiliz Daesh, Welt am Sonntag, Bundesnachrichtendienst (BND), Europäische Union