08:48 29 Januar 2020
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    Bei seinem plötzlichen Athen-Besuch will der amerikanische Noch-Präsident Barack Obama nach Erkenntnissen der Onlinezeitung „militaire.gr“ Druck machen, damit Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras die Häfen seines Landes für die russische Marine dicht mache und neuen Sanktionen gegen Moskau zustimme.

    Die Heritage Foundation, die in dem Artikel als eine „Hochburg kampflustiger US-Neokonservatoren“ bezeichnet wird, habe dem scheidenden US-Präsidenten für seinen Griechenland-Besuch drei Ziele gesetzt, berichtet militaire.gr unter Berufung auf zwei Mitarbeiter der Foundation, Luke Coffey und Daniel Cochis:

    „Erstens Griechenland unter Druck setzen, damit es im Dezember für eine Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland stimme“. Zweitens wolle Obama deutlich machen, dass Griechenland dem Beispiel Spaniens folgen und den russischen Kriegsschiffen Besuche in den griechischen Häfen verbieten solle. Spanien hatte im Oktober seine ursprüngliche Erlaubnis für die Betankung russischer Kriegsschiffe in Ceuta auf Druck der Nato zurückgezogen.

    Drittens werde der scheidende US-Präsident, so militaire.gr, Griechenland aufrufen, das „Veto“ gegen den Nato-Beitritt Mazedoniens aufzuheben. Unter Barack Obama haben die Beziehungen zwischen den USA und deren Verbündeten einerseits und Russland andererseits offenbar ihren Tiefpunkt seit dem Kalten Krieg erreicht. Bei der Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 wurde Unternehmer Donald Trump zum neuen US-Präsidenten bestimmt. Er wird Obama voraussichtlich am 20. Januar 2017 ablösen.

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    Tags:
    Sanktionen, EU, Alexis Tsipras, Barack Obama, Griechenland, USA, Russland