03:46 06 August 2020
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    Großbritannien und Frankreich haben eine außerordentliche Beratung der EU-Länder zum Umgang mit der US-Präsidentschaftswahl und dem Wahlsieg Donald Trumps platzen lassen, wie am Montag die Zeitung „Financial Times“ schreibt.

    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg
    © AFP 2020 / John Thys
    Demnach war zunächst ein zusätzliches Diplomaten-Treffen organisiert werden sollen, um „zu signalisieren, was die EU“ von Trump erwarte. Vertreter Großbritanniens und Frankreichs hätten diese Sondersitzung dann aber verhindert, was vom Fehlen einer gemeinsamen Position zu dieser Frage unter den EU-Mitgliedern zeuge, schreibt die Zeitung.

    Diese „Spaltung“ zeige, wie kompliziert es sei, die Reaktion der Europäischen Union auf Trumps Wahlsieg, der unter anderem auch die Nato-Verpflichtungen der USA in Frage stellte, zu koordinieren. Deutschland beispielsweise habe demonstrieren wollen, wie schnell die EU auf außenpolitische Fragen antworten könne. Dies allerdings ging klar nach hinten los. 

    Die EU bereite sich nun, so FT, vor dem Hintergrund  der ersten wichtigen Ernennungen für Trumps Team im Weißen Haus auf ein Treffen vor. Der designierte US-Staatschef hatte am Sonntag unter anderem mitgeteilt, dass er den den republikanischen Parteivorsitzenden Reince Priebus zu seinem Stabschef im Weißen Haus ernannte.

    In einer Erklärung der EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini hieß es zuvor, die EU werde Russland gegenüber ihre Position nicht ändern, auch dann nicht, wenn die USA dies tun sollten.

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    Tags:
    EU, Donald Trump, Federica Mogherini, Großbritannien, USA, Frankreich