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    Protestler halten die jüngste Ausgabe der Zeitung Cumhuriyet bei eine Demonstration in Istanbul nach der Verhaftung des Chefredakteuers des Blattes am 1. November 2016

    „Ankara nicht in die Enge treiben“: London warnt vor Türkei-Hysterie

    © AFP 2019 / Ozan Kose
    Politik
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    Nach den jüngsten Verhaftungen oppositioneller Politiker und Journalisten in der Türkei hat der britische Außenminister Boris Johnson vor einer übertriebenen Reaktion in europäischen Ländern gewarnt: Die EU sollte Ankara nicht in die Enge treiben, so der Politiker.

    „Die Türkei bleibt weiterhin ein Grund zur Sorge. Es ist sehr wichtig,  die Türkei nicht in die Enge zu treiben und nicht übertrieben zu reagieren, weil das aus meiner Sicht den gemeinsamen Interessen widersprechen würde“, sagte Johnson am Montag vor den Beratungen des EU-Außenministerrats in Brüssel.

    Man müsse vor allem bedenken, dass sich die Türkei nach dem gescheiterten Putschversuch im vergangenen Juli in einer besonderen, schwierigen Lage befinde.

    Die Türkei soll am heutigen EU-Außenministerrat ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Die EU-Minister werden die jüngsten Ereignisse dort erörtern, die in der EU derzeit viele beunruhigten. Dazu gehört die mögliche Wiedereinführung der Todesstrafe, die Einschränkung von Meinungs- und Pressfreiheit sowie die jüngste Verhaftung mehrerer Parlamentsmitglieder der prokurdischen Demokratischen Partei der Völker (HDP).

    Zuvor hatte der Präsident des Europaparlaments Martin Schulz mit der Verhängung von Sanktionen gegen Ankara gedroht.

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    Tags:
    Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Verhaftung, Reaktion, Boris Johnson, Brüssel, Großbritannien, Europa, Türkei