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02:37 19 September 2019
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    Die Amtssitze des Bundespräsidenten, das Schloss Bellevue in Berlin

    Steinmeier als Bundespräsident? – AfD-Mann: „Kann mir Gottschalk vorstellen“

    © AFP 2019 / John Macdougall
    Politik
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    Kritische Stimmen auf die Entscheidung der Union, Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Präsidentschaftskandidat zu unterstützen, kommen bereits aus der Partei Alternative für Deutschland. „Wer einen designierten US-Präsidenten Schreihals und Hassprediger nennt, scheint ungeeignet für das Amt des Bundespräsidenten“, sagt AfD-Mann Dr. Nicolaus Fest.

    Der ehemalige Stellvertretende Chefredakteur der „Bild am Sonntag“ kritisiert außerdem die Union für die Unterstützung Steinmeiers. „Das zeigt dreierlei: „Erstens ihre völlige Ideenlosigkeit, einen eigenen Kandidaten zu finden. Dann natürlich ihre eklatante Personalnot, die sie dazu führt, einen SPD-Mann zu unterstützen. Und drittens zeigt es vor allem ihre nackte Angst. Und man muss sagen, diese Angst ist berechtigt“, sagte Fest in einem Sputnik-Interview.

    Dabei hätten CDU/CSU in der Zivilgesellschaft sicher geeignete Kandidaten finden können – Fest nennt Unternehmer oder Schriftsteller. In der ausschließlich parteipolitischen Suche  der Union zeige sich, wie wenig sich CDU/CSU um Deutschland kümmerten. Offenbar ginge es nur darum, Posten zu besetzen.

    Zukünftig möchte der ehemalige BILD-Mann den Bundespräsidenten durch das Volk wählen lassen. „Damit hätte die Instanz des Bundespräsidenten eine viel unmittelbarere politische Wirkung“, betont er. Befürchtungen, dadurch könnten „Witzkandidaten“ den Weg ins Schloss Bellevue finden, hat er nicht: „Bei wichtigen Entscheidungen weiß das Volk sehr gut, wem es vertrauen kann und wem nicht.“

    Sputnik fragte nach, was Fest von populären und eher unpolitischen Kandidaten wie Thomas Gottschalk oder Günther Jauch halten würde. „Es gibt keine unpolitischen Kandidaten“, konterte der promovierte Jurist. Wenn man bei der Kandidatenauswahl nur auf Politprominente setze, begehe man schon einen Fehler. Darum betont Fest: „Ich kann mir Thomas Gottschalk vorstellen. Er hat viele kluge Dinge gesagt. Warum sollte er nicht genauso berechtigt sein, zu allgemein politischen Themen Stellung zu nehmen wie ein evangelischer Pfarrer aus dem Osten?“

    Das komplette Interview finden Sie hier:

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    Tags:
    Schloss Bellevue, CDU/CSU, Nicolaus Fest, Frank-Walter Steinmeier, Deutschland