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    Priorität hat jetzt der Blick nach vorn: Moskau zu erweiterten US-Sanktionen

    © RIA Novosti . Konstantin Chalabov
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    Moskau wird auf die Ausweitung der Sanktionen durch Washington angemessen reagieren, wie Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow mitteilte. Gleichzeitig sei es heute jedoch viel wichtiger, sich auf die positive Tagesordnung in den Beziehungen zu den USA nach dem Ende von Obamas Amtszeit zu orientieren.

    „Unsere Antwort wird natürlich folgen. Aber wir werden noch nicht bekanntgeben, in welcher Form und welchem Ausmaß wir reagieren werden“, sagte Rjabkow. Dem Minister zufolge ist die Sanktionsausweitung nichts anderes, als Ausdruck der ruinierten Politik der scheidenden Präsidialverwaltung Barack Obamas.

    Hinter dieser Entscheidung steht „nichts anderes als eine Demonstration der inneren Leere und des mangelnden Verständnisses der aktuellen Realien, und allen voran der Bedingungen, die zur Wiedervereinigung der Krim mit Russland führten“, so Rjabkow weiter.

    „Wir bedauern die Tatsache, dass die Administration, die schon in 60 Tagen nicht mehr bestehen wird, sich auch weiterhin an eigene Phantome klammert und dabei nicht nur mangelnde Logik, sondern vielmehr auch Unwillen zeigt, die ernsthaft beschädigten, von Washington selbst ruinierten Beziehungen zu Russland wenigstens teilweise zu verbessern“, so Rjabkow. Nun könne man nur hoffen, dass die kommende Präsidialverwaltung verantwortungsbewusster mit den Beziehungen zu Russland umgehen werde.

    „Unsere Aufgabe ist nun eine andere – in die Zukunft zu schauen, sich auf eine positivere Tagesordnung zu orientieren, nachdem die Autoren dieser verhängnisvollen Politik zurücktreten und durch andere, gegenüber dem Verhältnis zu Russland verantwortlichere Personen ersetzt werden“, schloss Rjabkow.

    Zuvor hatte das Finanzministerium der USA sechs Krim-Angeordnete der russischen Staatsduma auf ihrer Sanktionsliste ergänzt.

    Die Beziehungen zwischen Russland und einigen westlichen Ländern sowie den USA hatten sich 2014 angesichts der Ukraine-Krise verschlechtert. Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verhängten die USA und die EU-Mitgliedsstaaten Sanktionen gegen Russland, darunter im Bereich Wirtschaft und Finanzen. Als Antwort verbot Russland die Einfuhr von Lebensmitteln aus diesen Ländern.

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    Tags:
    Verantwortung, Beziehungen, Abgeordnete, Erweiterung, Sanktionen, Sergej Rjabkow, Krim, Russland, USA