17:46 17 Februar 2020
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    Moskau hofft, Washington werde sich vom Erbe des scheidenden Präsidenten Barack Obama verabschieden und der unbegründeten Verfolgung von russischen Staatsbürgern ein Ende setzen, wie der Menschenrechtsbeauftragte des Außenministeriums Russlands, Konstantin Dolgow, am Dienstag mitteilte.

    Ihm zufolge ist dies ein ernsthaftes Problem für die Beziehungen zwischen den beiden Staaten.

    „Das ist ein ernsthaftes Problem, ein ernsthafter Reizerreger in unseren bilateralen Beziehungen mit den USA. Das ist ein Teil des schwierigen Erbes, welches die Administration Obamas ihren Nachfolgern hinterlässt. Wir zählen ernsthaft darauf, dass dieses Problem gelöst wird“, so Dolgow.

    Unter anderem hoffe Russland, dass die Administration des neuen US-Staatschefs die richtigen Schlussfolgerungen aus dieser „illegalen Praxis“ ziehen werde.

    „Natürlich zählen wir darauf, dass die Administration von Herrn Trump korrekte Schlussfolgerungen ziehen, dieser illegalen Praxis ein Ende setzen wird, und dass die Rechte unserer Bürger von der amerikanischen Regierung gewahrt und respektiert werden“, fügte Dolgow hinzu.

    Der russische Präsident Wladimir Putin und sein künftiger US-Amtskollege Donald Trump sind bei einem Telefonat am Montagabend übereingekommen, dass die bilateralen Beziehungen gegenwärtig nur unbefriedigend seien, wie der Kreml-Pressedienst mitteilte. Beide Politiker sprachen sich für eine aktive Normalisierung aus.

    Laut der Zeitung „The Daily Express“ hat das Telefonat zwischen Putin und Trump eine neue Ära der bilateralen Beziehungen eingeleitet und gleichzeitig bei der EU Panik ausgelöst. Trump wolle offenbar persönlich kontrollieren, ob die beiden rivalisierenden Staaten doch endlich eine Art konstruktive Kooperation erreichen können. Das Telefongespräch ist dem Blatt zufolge in versöhnlichen Tönen abgehalten worden, was beweise, dass Russland endgültig aus dem Schatten getreten sei und nun einen führenden Platz auf der globalen Bühne einnehme, hieß es.

    In Brüssel habe man wiederum Angst, so die Zeitung, dass die europäische Politik für die neue US-Administration in den Hintergrund rücken könnte. Die EU-Staatschefs seien sich darüber im Klaren, dass eine Stärkung der Kontakte zwischen Moskau und Washington den Anhängern einer antirussischen Linie nichts Gutes verspreche.

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    Tags:
    Verfolgung, Wladimir Putin, Donald Trump, Barack Obama, Konstantin Dolgow, Russland, USA