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    Situation in Syrien

    Türkischer Politikexperte: „Trump kann Dialog mit syrischen Behörden anbahnen“

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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    Der neu gewählte US-Präsident Donald Trump hat jetzt die Möglichkeit, das Kräfteverhältnis in Syrien zu ändern und dabei dem Russland-Iran-Block die Initiative bei der Lösung der Syrien-Krise zu überlassen, so Musa Ozugurlu, politischer Kommentator und Kolumnist des türkischen Portals Duvar.

    US-Flagge in Nordsyrien (Archivbild)
    © AFP 2019 / Delil Souleiman
    In einem Interview für die Agentur Sputnik Türkiye sagte der Journalist: “Amerika hat keinen Spielraum mehr für Manöver im Nahen Osten und Trump versteht das. Daher wird er voraussichtlich nach Möglichkeiten zum Rückzug aus der aktiven Beteiligung am Syrien-Konflikt suchen und sich dabei darum bemühen, das ‚Gesicht Washingtons‘ zu wahren.“

    Russland stärke weiterhin seinen Einfluss in Syrien. In Aleppo werde demnächst eine umfassende Operation der russischen Truppen begonnen. Laut Ozugurlu wird Trump im Rahmen der außenpolitischen Strategie, die auf Konfliktlösungen ausgerichtet sei, dem Russland-Iran-Block die Initiative bei der Bewältigung der Syrien-Krise überlassen.

    Der Journalist hält es außerdem für möglich, dass ein Dialog zwischen der US-Führung, der Türkei und Assad angebahnt werde. „Es ist wohl nicht zu erwarten, dass Trump und Assad sich die Hände reichen werden. Aber es kann zumindest ein Streben zur Anbahnung eines stabilen Dialogs auf Delegationsebene vorausgesagt werden. Meiner Meinung nach wird auch von Seiten Ankaras eine Tendenz zur weiteren Mäßigung der Haltung gegenüber Damaskus zu beobachten sein“, so Ozugurlu.

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    Tags:
    Dialog, Donald Trump, Baschar al-Assad, Syrien, USA