18:14 21 Oktober 2018
SNA Radio
    Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ feuert Kalibr-Raketen ab

    Feuertaufe für russischen Flugzeugträger: Experten ziehen Bilanz

    © Foto: Twitter / Russlands Verteidigungsministerium
    Politik
    Zum Kurzlink
    Russland vs. Islamischer Staat (889)
    619810

    Der erste Kampfeinsatz des russischen Flugzeugträgers „Admiral Kusnezow“ hat bei Militärexperten für Aufsehen gesorgt – ebenso wie der Einsatz von Seezielflugkörpern Onyx gegen landgestützte Ziele. Angegriffen wurden Stellungen der Terrormilizen Daesh („Islamischer Staat“, IS) und Al-Nusra-Front in den syrischen Provinzen Idlib und Homs.

    Der russische Militärexperte Viktor Murachowski sagte der Onlinezeitung vz.ru, die reale Gefechtsbereitschaft und die Effizienz der ‚Admiral Kusnezow‘ seien erstmals unter Beweis gestellt worden.

    „Geprüft wurde die Möglichkeit, in ein abgelegenes Operationsgebiet zu kommen und dort Einsätze der mitgeführten Flugzeuge zu gewährleisten. Dies erfordert gute Verbindungsleitungen und automatisierte Leitsysteme. Zuständig dafür ist die in Moskau ansässige Nationale Leitzentrale für Verteidigung“, so Murachowski.

    Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte am Dienstag mitgeteilt, mitgeführte Su-33-Kampfjets hätten vom Flugzeugträger aus Ziele an Land angegriffen. Ins Visier seien dabei insbesondere Munition- und Trainingslager von Terroristen in Syrien gerückt. Die russische Militärführung bestätigte auch den Einsatz von Marschflugkörpern Onyx/Jachont. Diese sollen von landgestützten Startvorrichtungen des Typs Bastion abgefeuert worden sein. Dazu habe die Fregatte „Admiral Grigorowitsch“ Marschflugkörper des Typs Kalibr abgefeuert.

    Murachowski kommentierte, die Bastion-Systeme seien vor allem für die Bekämpfung gegnerischer Überwasserschiffe geeignet. Es sei aber auch möglich, Ziele an Land damit anzugreifen: „Nun wurde diese Möglichkeit geprüft“.

    Wie Murachowski erläuterte, war der Einsatz der Kampfjets vom Flugzeugträger aus nicht so massiv, denn die meisten russischen Fliegerkräfte in Syrien würden vom Stützpunkt Hmeimim aus regelmäßig Einsätze fliegen. 

    Der russische Militärexperte Anton Mardassow kommentierte: „Wladimir Putin hatte zuvor betont, der Syrien-Einsatz habe gewisse Nachteile aufgedeckt. Die jüngsten Einsätze zielen unter anderem darauf ab, all jene Waffen, die den russischen Streitkräften zur Verfügung stehen, in Aktion zu testen. Dabei wurden positive Erfahrungen gesammelt.“

    Russische Marine feuert Kalibr-Marschflugkörper auf al-Nusra-Front-Terroristen in Syrien ab
    © Foto : Verteidignugsministerium Russlands

    „In der Provinz Idlib sind viele Zivilisten konzentriert – selbst im Vergleich zum Stand vor drei Monaten. Jeder Einsatz muss streng präzise sein. Ins Visier rücken Ziele, wo es keine Zivilisten geben kann, und zwar Anlagen, wo Kampffahrzeuge unter Schutzdächern stehen bzw. wo Dschihadisten Munition lagern oder Autos für ihre Zwecke umrüsten“, so Mardassow.

    Laut Verteidigungsminister Schoigu wurden bei den jüngsten russischen Angriffen insbesondere Produktionsanlagen für Kampfstoffe anvisiert. In solchen Anlagen produzieren Dschihadisten, wie es hieß, intensiv Massenvernichtungsmittel.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Russland vs. Islamischer Staat (889)

    Zum Thema:

    Russischer Marineverband in Syrien mit S-300-, Bastion- und Panzir-Raketen geschützt
    Russischer Flugzeugträger steigt offiziell in Syrien-Einsatz ein - VIDEO
    Assad: Darum kämpft Russland in Syrien gegen den Terror
    Tags:
    Flugplatz Hmeimim (Syrien), Bastion-System, Su-33, Flugzeugträger Admiral Kusnezow, Onyx-Raketen, Kalibr-Rakete, Terrormiliz Daesh, Russland, Syrien