20:26 05 Dezember 2019
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    Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa

    Sacharowa: Keiner kann Moskaus „Druck“ auf US-Wahlen beweisen

    © Sputnik / Kirill Kallinikov
    Politik
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    Niemand kann jemals konkrete Beweise für Moskaus angeblichen Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl anführen, da der Vorwurf der Druckausübung nicht der Wahrheit entspreche, wie die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag mitteilte.

    „Was die US-Wahl angeht, kann ich nicht verstehen, wie sich Russland darauf ausgewirkt haben soll oder überhaupt auswirken konnte. Viele reden darüber, niemand kann aber konkrete Fakten oder Zitate und überhaupt irgendwelche Argumentationen anführen“, so Sacharowa.

    „Derartige Erklärungen sind so absurd und nichtig, sodass es keinen Sinn macht, auf diese zu reagieren, weil diese nicht der Wirklichkeit entsprechen und nicht durch Fakten bestätigt werden (…)“.     

    Die Präsidentschaftswahl in den USA hätte allen Kongressleuten des Landes zeigen müssen, dass die Russophobie jetzt bei dem amerikanischen Volk nicht „im Trend“ sei.

    „Das hat die US-Bevölkerung gesagt, indem diese so gestimmt hat, wie sie gestimmt hat“, betonte die Sprecherin.

    Zuvor hatte der Senator des US-Bundesstaates Maryland Ben Cardin gegenüber der Agentur Reuters gesagt, dass US-Kongressleute zurzeit an einem Gesetz arbeiten würden, dass auf die angebliche Intervention Russlands in der Ukraine sowie in Syrien und den „Druck“ auf die US-Wahl antworte.

    Im Oktober hatte das US-Innenministerium die russische Regierung der Beteiligung an Hackerangriffen beschuldigt, die auf US-Politiker und Parteien vor der Präsidentschaftswahl verübt worden waren. Daraufhin hatte Russlands Präsident Wladimir Putin in einem Interview mit der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomerg mitgeteilt, Moskau habe mit den Angriffen auf die Server der Demokratischen Partei der USA nichts zu tun.

    Ein Sprecher von Clintons Wahlkampfstab hatte diesbezüglich behauptet, die Angriffe seien ein Beweis für die Absicht Russlands, Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen zu unterstützen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte diese Vorwürfe deutlich zurückgewiesen und bezeichnete sie als „absurd“.

    Am 8. November war der republikanische Präsidentschaftskandidat und US-Milliardär Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt worden.

    Die Demokratin und Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton gewann den Hochrechnungen zufolge (99,4% der Stimmen bearbeitet) 228 Wahlmännerstimmen für sich, Trump dagegen 290. Am 20. Januar 2017 wird Trump offiziell sein Amt antreten und damit Obama im Oval Office ablösen.

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    Hackerattacken, US-Präsidentschaftswahl, Bloomberg, Reuters, Wladimir Putin, Ben Cardin, Hillary Clinton, Donald Trump Jr, USA, Russland